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Sommer und Winter auf der Alp

EBERSOL.. Marc Hasler und Werner Lüönd verbringen Sommer und Winter auf der Alp Wimpfel. Während sich Werner Lüönd um den gastronomischen Teil der Alpwirtschaft kümmert, schaut der gelernte Forstwart Marc Hasler zu Vieh und Weide. Der Märliweg der beiden zieht auch im Winter Gäste an.
Matthias Giger
Werner Lüönd und Marc Hasler (von links) betreiben die Alpwirtschaft und die Alpstube das ganze Jahr über. (Bild: Matthias Giger)

Werner Lüönd und Marc Hasler (von links) betreiben die Alpwirtschaft und die Alpstube das ganze Jahr über. (Bild: Matthias Giger)

Ebersol. Seit sechs Jahren arbeiten Marc Hasler und Werner Lüönd gemeinsam auf der Alp Wimpfel. Die Alp liegt auf 1000 Metern über Meer, oberhalb des Dörfchens Ebersol. Marc Hasler kümmert sich um die landwirtschaftliche Arbeit, Werner Lüönd um das Restaurant des Alpwirtschaftsbetriebes. Unter 15 Mitbewerbern haben die beiden im Winter 2006 den Zuschlag der Alpgenossenschaft Mogelsberg erhalten. Marc Hasler ist von der Alpgenossenschaft angestellt und hat daher das Wohnrecht.

Das ganze Jahr über

Speziell an der Alp Wimpfel ist, dass sie im Sommer und Winter bewirtschaftet wird. Das gilt auch für das Restaurant. «Es hat – ausser auf Anfrage – nur am Wochenende geöffnet, dafür aber an allen Feiertagen das ganze Jahr über», sagt Werner Lüönd. Sie hätten sich gesagt, wenn sie ohnehin das ganze Jahr über auf der Alp Wimpfel leben, können sie auch das Restaurant das ganze Jahr über an den Wochenenden betreiben. Werner Lüönd ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Er schätze das Leben auf der Alp. Bevor er mit seinem Partner Marc Hasler die Alpwirtschaft übernommen hat, arbeitete der gelernte Koch im Landgasthof Rössli in Tufertschwil als stellvertretender Leiter an der Seite von Magnus Talmann. «Damit es Marc und mir zum Leben reicht, arbeite ich 50 Prozent als Hausabwart bei der Immo Wattwil AG und koche einen Tag pro Woche für schwererziehbare Jugendliche bei der OPA-Stiftung in Zürich», erzählt Werner Lüönd. Das sei schon ein ziemlicher Kontrast.

«Nein, den Alpkoller habe ich nie», meint der Alphirt Marc Hasler. Schon als Kind wollte er später einmal auf die Alp und Alphirt werden. Nach der Lehre als Forstwart und vor seiner Anstellung durch die Alpgenossenschaft Mogelsberg arbeitete er drei Sommer lang auf einer Alp im Puschlav mit Rindern, Milchziegen und Mutterkühen. Eine Saison arbeitete er auf einer Alp im Wallis.

Kälber, Gitzi und Lämmer

«Die Alp Wimpfel hat mich gereizt, da ich hier das ganze Jahr über Alphirt sein kann», sagt Marc Hasler, der für die Genossenschaft auch holzen geht. Alpkäse produziert er keinen. «Wir haben einen Mastbetrieb. Daher verwenden wir die Milch der Muttertiere für die Kälber, Gitzi und Lämmer», erläutert er.

Das heisst aber nicht, dass die beiden keine eigenen Produkte herstellen. «Metzger Willi Götzl produziert für uns aus unseren Tieren Fleischkäse und Bauernschüblig, die wir im Restaurant Alpstube anbieten. Auch sonst legen wir Wert auf Produkte aus der Region», sagt Werner Lüönd.

Sommer- und Wintermärchen

Im Winter melkt Marc Hasler die Muttertiere, bringt die Schafe auf die Winterweide und geht holzen. Bleiben in den kalten Wintermonaten nicht die Gäste aus? «Nein, dann haben wir fast mehr Gäste als im Sommer», lacht Werner Lüönd. Das liege am Märliweg, der von Ebersol zur Alp führt. «Es ist kein anstrengender Weg und wir sorgen im Sommer wie im Winter dafür, dass der Weg gut begehbar ist», sagt Werner Lüönd.

www.alpwimpfel.ch

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