Sommer in Brandenburg

E sind zwei junge Menschen, noch keine zwanzig Jahre alt: Er ist ein Hamburger Schlaks, aus einer gutbürgerlichen Familie, musisch interessiert – sie mit den dunklen Augen und dem unbefangenen Lachen ist die Tochter eines Wiener Journalisten.

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SGT-TT00-2308-040

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E sind zwei junge Menschen, noch keine zwanzig Jahre alt: Er ist ein Hamburger Schlaks, aus einer gutbürgerlichen Familie, musisch interessiert – sie mit den dunklen Augen und dem unbefangenen Lachen ist die Tochter eines Wiener Journalisten. Sie begegnen sich, sie arbeiten miteinander und schliesslich verlieben sie sich ineinander – und all dies unter äusserst aussergewöhnlichen Umständen.

Im Sommer 1938 bereiten sich Lissy Harb und Ron Berend auf einem Landgut in Brandenburg auf ihre Ausreise nach Palästina vor. Es ist eines von mehreren jüdischen Landwerken, sogenannten Hachschara-Zentren, in denen sich, von den Nationalsozialisten nur anfangs geduldet, Jugendliche für das harte Leben im Kibbuz rüsten. Sie alle eint das Ziel, dem Terror zu entkommen, sie alle eint die Hoffnung auf eine Ausreiseerlaubnis.

Urs Faes' Buch Sommer in Brandenburg erzählt von der berührenden Beziehung zweier junger Menschen in einer fast idyllisch anmutenden kleinen Welt. Doch diese schützt sie nicht. Denn die Aussenwelt macht sich in zunehmend barbarischer Weise bemerkbar. Und es ist die Frage, wie eine Liebe zu leben ist, wenn die Spielräume immer kleiner werden.

Urs Faes: Sommer in Brandenburg, Suhrkamp, 262 Seiten Öffnungszeiten: Dienstag 16 bis 20 Uhr Donnerstag 15.30 bis 17.30 Uhr Samstag 9 bis 11 Uhr In den Schulferien nur samstags www.biblioludo-ek.ch