Solidarität nicht überstrapazieren

INNERRHODEN. Der Bund möchte das Krankenversicherungssystem vereinfachen und die Anzahl der individuellen Prämienmöglichkeiten reduzieren. Mit der Abschaffung der am wenigsten benutzten Wahlfranchisen soll das System transparenter und vergleichbarer werden.

Drucken
Teilen

INNERRHODEN. Der Bund möchte das Krankenversicherungssystem vereinfachen und die Anzahl der individuellen Prämienmöglichkeiten reduzieren. Mit der Abschaffung der am wenigsten benutzten Wahlfranchisen soll das System transparenter und vergleichbarer werden. Anpassen möchte der Bundesrat auch die Höhe des maximalen Prämienrabatts, den die Krankenkassen für die Wahlfranchisen erteilen dürfen. Der Rabatt soll neu nur noch den Einsparungen entsprechen, die wegen der höheren Kostenbeteiligung der Versicherten entstehen und allenfalls auch weil der Versicherte weniger medizinische Leistungen in Anspruch nimmt. Kostenunterschiede aufgrund eines günstigeren Risikobestands dürfen dagegen keinen Einfluss mehr auf die Prämienermässigung haben. Die Standeskommission schreibt in einer Mitteilung, dass sie diese Änderungen ablehnt. Sie schränken die wettbewerblichen Elemente zu stark ein. Und bereits heute würden jüngere Erwachsene indirekt grosse Solidaritätsbeiträge zugunsten der Älteren tragen. Eine weitere Reduktion der Prämienrabatte würde diese Solidarität aus Sicht der Standeskommission überstrapazieren. (sk)