Solidarität mit Flüchtlingen

Kürzlich spielte der Pianist Fréderic Fischer in Trogen im Rahmen der Solidaritätskonzerte. Zu hören waren unter anderem ukrainische Klavierwerke.

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Fréderic Fischer. (Bild: hü)

Fréderic Fischer. (Bild: hü)

TROGEN. Anstatt sich Lebkuchen und Mandarinli schenken zu lassen, lieber selber etwas schenken und in Bezug auf die Flüchtlinge sich an der Grosszügigkeit des Heiligen Nikolaus orientieren: Das war der Gedanke von Frédéric Fischer und der Katholischen Kirchgemeinde Speicher-Trogen-Wald. So kam am vergangenen Sonntag in der Reihe der Solidaritätskonzerte des Pfarreizentrums Bendlehn ein beeindruckender Klavierabend zustande, der eine ebenso beeindruckende Kollekte zuhanden der Caritas erbrachte.

Beitrag zur Verständigung

Als Hommage an den Tagesheiligen erklangen zum Einstieg zwölf mozartsche Variationen über die Melodie, die uns als «Morgen kommt der Weihnachtsmann» vertraut ist. Danach zog Beethoven mit seiner dritten Klaviersonate C-Dur, einem Werk von symphonischer Tongewalt und Ausdruckskraft, jede Aufmerksamkeit auf sich. Der zweite Teil war romantischen russischen und amerikanischen Komponisten gewidmet, die wenig bekannt sind. Es war eine Auswahl im Sinne der Hoffnung, dass Musik etwas zur Völkerverständigung und damit zur Minderung von Flüchtlingselend beitragen könnte. Fischer beglückte die zahlreichen Zuhörer mit russischen Klavierwerken von Anatoli Ljadow, Felix Blumenfeld, Sergei Bortkiewicz und Reinhold Glière, ausser Ljadow stammten alle aus der heute von Krieg geplagten Ukraine. Der starke Bezug zur russischen Volksmusik war bei allen vieren deutlich zu hören. Auf amerikanischer Seite führte Fischer das Publikum nach Edward MacDowell und Abram Chasins mit Count Basie bis in den Jazz hinein.

Konzertreihe wird fortgesetzt

Der Komponist und Pianist Fréderic Fischer begeisterte sein Publikum mit seiner Virtuosität bei Beethovens Ton-Feuerwerk ebenso wie mit seiner Hingabe an die ihm besonders am Herzen liegenden russischen Romantiker. Die erfolgreiche Reihe der Solidaritätskonzerte wird fortgesetzt. (pd)

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