Solarprojekt entfaltet sich: Die Bauarbeiten am Kronberg starten in die letzte Phase 

Mit Verspätung ist das Solarfaltdach auf dem Kronberg-Parkplatz auf der Zielgeraden. Die Stahlbaukonstruktion wurde angeliefert.

Nadine Küng
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Sattelschlepper lieferten die für den Bau der Solaranlage benötigten Stahlbaukonstruktionen.

Sattelschlepper lieferten die für den Bau der Solaranlage benötigten Stahlbaukonstruktionen.

Bild: Nadine Küng

Am Mittwoch haben Sattelschlepper erste Teile der Stahlbaukonstruktion nach Jakobsbad geliefert. Nun kann der effektive Bau der Sonnenkraftanlage beginnen. Es entsteht das weltweit erste Solarfaltdach über einem Parkplatz. Die Eröffnungsfeier mit Aktivitäten für die Öffentlichkeit soll passenderweise am 17. Mai 2020 stattfinden – am schweizweiten «Tag der Sonne».

Abklärungen liefen seit 2014

Erste Abklärungen nahmen die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) und die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg 2014 auf. 2018 startete die intensive Planungsphase. Im Mai 2019 folgte der Spatenstich für den Parkplatzneubau. Gleichzeitig wurden erste Vorrichtungen für die Solaranlage erstellt. Der Baustart für das Solarfaltdach war ursprünglich im vergangenen Herbst vorgesehen. Aufgrund von Verzögerungen bezüglich der Baubewilligung musste das Projekt am Kronberg jedoch aufgeschoben werden. Die Firma dph-technology, welche das Solarfaltdach entwickelt, war mit einen anderen Auftrag beschäftigt. Nach der Anlieferung können die Bauarbeiten nun starten.

Schattenparkplätze unter dem Solarfaltdach

Der Parkplatz ist für 152 Personenwagen ausgelegt. Das rund 1,5 Millionen Franken teure Solarkraftwerk mit insgesamt 1320 Modulen soll jährlich 350000 Kilowattstunden Strom produzieren. Am meisten Energie braucht die Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg das ganze Jahr über bei schönem Wetter – also dann, wenn die Solaranlage fleissig Strom produziert. Ein Grossteil des Energieverbrauchs der Bahn könne durch die Anlage abgedeckt werden.

Bis zu elf Meter lange und 1,8 Tonnen schwere Fachwerkelemente gehörten zur Fracht.

Bis zu elf Meter lange und 1,8 Tonnen schwere Fachwerkelemente gehörten zur Fracht.

Bild: Nadine Küng

Als positiven Nebeneffekt nennt Thomas Bischofberger von der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG, dass die Parkplätze überdacht und somit vor der Sonne geschützt sind. Der Vorteil gegenüber einer festen Überdachung mit Fotovoltaikanlage sei, dass die Alternative Solarfaltdach bei gewissen Wetterverhältnissen einfährt. Bischofberger sagt:

«Die Anlage muss beispielsweise starkem Sturm nicht standhalten können»

Und bei Schneefall, wenn ohnehin wenig Strom produziert würde, ist keine aufwendige Räumung notwendig.