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Sogar Ashton Kutcher liebt den Äscher

APPENZELLERLAND. Für den Innerrhoder Tourismusverband ist der US-amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher Gold wert. Im vergangenen Jahr teilte er auf seiner Facebookseite einen Artikel mit «20 geheimen Orten», die er seinen Lesern zum Besuch empfahl.
Michael Genova
Das Berggasthauses Aescher ist bei amerikanischen Medien beliebt. (Bild: pd)

Das Berggasthauses Aescher ist bei amerikanischen Medien beliebt. (Bild: pd)

APPENZELLERLAND. Für den Innerrhoder Tourismusverband ist der US-amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher Gold wert. Im vergangenen Jahr teilte er auf seiner Facebookseite einen Artikel mit «20 geheimen Orten», die er seinen Lesern zum Besuch empfahl. Illustriert war der Beitrag mit einem romantischen Bild des Berggasthauses Äscher-Wildkirchli im Abendlicht. Innert kürzester Zeit erhielt der Artikel über 22 000 «Gefällt mir»-Angaben, knapp 6000 Benutzer teilten den Beitrag. Der Ex-Mann von Hollywoodstar Demi Moore erreicht auf Facebook und Twitter ein Massenpublikum. Kutcher hat über 17 Millionen Freunde und Follower – die Schweiz hat nur halb so viele Einwohner.

Höhepunkt der Europareise

Die wachsende Bedeutung der sozialen Netzwerke hinterlässt im Appenzellerland eine spürbare Wirkung. Seit einigen Jahren steigt die Zahl amerikanischer Besucher des Berggasthauses Äscher-Wildkirchli stetig (siehe Artikel oben). Einen nicht geringen Anteil daran hat Peter Böhi, ein Gynäkologe aus Altstätten und Belegarzt am Spital Heiden. Böhi ist als Hobbyfotograf oft im Alpstein unterwegs und hat vor drei Jahren ein Bild des Berggasthauses auf einer Onlineplattform veröffentlicht. Bald bemerkte der Altstätter, dass erste amerikanische Nachrichtenseiten das Foto für Artikel über exotische Reisedestinationen verwendeten.

Neben Ashton Kutcher sprang im vergangenen Jahr auch die Online-Zeitung «Huffington Post» auf den Zug auf und kürte den Äscher kurzerhand zum «interessantesten Restaurant der Welt». In der Zwischenzeit taucht das Appenzeller Berggasthaus in Listen unzähliger Onlinemedien auf. Auch in gedruckten Publikationen wird der Äscher als Geheimtip angepriesen. Der US-amerikanische Autor Rick Steves hat zahlreiche Reiseführer über europäische Destinationen verfasst. Über das Berggasthaus schreibt er: «Der Höhepunkt des Appenzellerlands ist eine malerische, rustikale Berghütte.» Im Mai schaffte es diese sogar auf das Titelbild der Reiseausgabe der amerikanischen Zeitschrift «bon appétit».

«National Geographic» will Foto

Hanspeter Koller, Verwaltungsrat der Ebenalpbahn, freut sich über die neuen amerikanischen Gäste, die den Alpstein auch bei schlechtem Wetter besuchen. Das mediale Interesse betrachtet er jedoch in einem historischen Kontext: So habe etwa der deutsche Schriftsteller Johann Gottfried Ebel bereits im 18. Jahrhundert über das Wildkirchli berichtet.

Fotograf Peter Böhi verfolgt die grosse Aufmerksamkeit mit zwiespältigen Gefühlen. Er befürchtet, der Äscher könnte bald ähnlich wie das Jungfraujoch von Touristen überflutet werden. Gleichzeitig freut er sich über das Interesse an seiner Fotografie. Ende des Jahres wird das renommierte «National Geographic» sein Äscher-Foto als Titelbild für ein Buch über die schönsten Plätze auf Erden verwenden.

Der amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher empfiehlt seinen Facebook-Freunden einen Besuch des Berggasthauses Äscher. (Bild: Dan Hallman/AP)

Der amerikanische Schauspieler Ashton Kutcher empfiehlt seinen Facebook-Freunden einen Besuch des Berggasthauses Äscher. (Bild: Dan Hallman/AP)

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