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Serie Zeitungsjubiläum: Die unterschiedlichen Wege in die Redaktionsstube

Allen Umbrüchen in der Medienbrache zum Trotz, träumen etliche davon, Journalistin oder Journalist zu werden. Dabei gibt es fast unzählige Wege, zum Ziel zu gelangen, wie die Laufbahnen der Redaktionsmitglieder der Appenzeller Zeitung zeigen.
Roger Fuchs
Grossraumbüro bei der Appenzeller Zeitung. Im Vordergrund Redaktorin Alessia Pagani (r.) und Volontärin Miranda Diggelmann. (Bild: Roger Fuchs)

Grossraumbüro bei der Appenzeller Zeitung. Im Vordergrund Redaktorin Alessia Pagani (r.) und Volontärin Miranda Diggelmann. (Bild: Roger Fuchs)

«Ich will auch zur Zeitung.» – diesen Satz bekommt man als Mitarbeiter der Redaktion immer wieder mal zu hören. Nebst einigen Grundvoraussetzungen gibt es geradezu unzählige Möglichkeiten, zur Zeitung zu gelangen. Zu den Grundvoraussetzungen gehören: die Neugier, das Interesse an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Zusammenhängen, eine hohe Affinität zur deutschen Sprache und natürlich die Lust zu schreiben.

Auch sollte man auf Menschen zugehen können, unregelmässige Arbeitszeiten akzeptieren und technische Fortschritte nicht scheuen. In jüngerer Zeit kommt dazu, dass man als Printjournalist auch für online denken und schreiben muss. Ein ultimativer Pluspunkt für eine Regionalredaktion sind überdies Mitarbeitende, die in der Region verankert sind und über ein grosses Netzwerk verfügen. Ein solches aufzubauen, dauert oft Jahre.

Als Metzger, Lehrer und Gastrochefin zur Redaktion

Der eigentliche Werdegang, um auf einer Redaktion wie jener der Appenzeller Zeitung zu landen, kann ganz unterschiedlich aussehen. Fakt ist: Eine Lehre zur Redaktorin oder zum Redaktor gibt es nicht.

Monika Egli beispielsweise startete einst mit einer dreijährigen Handelsmittelschule. Es folgte die Hotelfachschule, bevor sie schliesslich zehn Jahre als Pächterin das Hotel Rössli auf dem St. Anton bei Oberegg führte. Mit vierzig Jahren wechselte sie schliesslich ins Korrektorat der Appenzeller Zeitung und ein Jahr später in die Redaktionsstube.

Karin Erni liess sich erst zur Textilentwerferin ausbilden, studierte später visuelle Kommunikation und hat dann die Medienschule in St. Gallen absolviert. Ganz anders wiederum der Werdegang von Bruno Eisenhut: Er absolvierte die Berufslehren zum Bäcker-Konditor und zum Metzger. Nach abgeschlossenem Marketingstudium folgte eine Anstellung als stellvertretender Verkaufsleiter, bevor er dann bei der Zeitung anklopfte. Jesko Calderara machte ein Studium in Betriebswirtschaftslehre und arbeitete daraufhin bei einer Bank. Via Praktikum folgte der Einstieg bei der Zeitung. Direkt nach der Kantonsschule am MAZ Luzern zur Journalistin ausbilden liess sich Astrid Zysset.

Mea Mc Ghee und meine Wenigkeit haben dahingehend Parallelen, dass wir beide ursprünglich den Beruf des Primarlehrers erlernten. Mich führte der Weg weiter in die Jugendarbeit. Danebst produzierte ich fast zehn Jahre ein gesellschaftliches Radiomagazin für die einstigen Ostschweizer Sender Radio aktuell und Radio Ri. Onlinejournalismus betrieb ich später als Redaktor und Redaktionsleiter beim Internetportal der katholischen Kirche Schweiz, «kath.ch». Am 1. Oktober 2008 erfolgte der Start bei der Appenzeller Zeitung.

Wie im Spitzensport: Übung macht den Schreib-Meister

Allen, die in den Journalismus einsteigen wollen, kann nur empfohlen werden, auch einfach mal anzufangen, für einen Verein Berichte zu schreiben. Es ist wie im Spitzensport: Wer trainiert, bekommt Übung. Und wer seine Sporen abverdient, kann sich bestimmt erste Referenzen holen.

Natürlich existieren auch schulische Lehrgänge. Nennenswert ist dabei das Medienausbildungszentrum (MAZ) in Luzern. Da gibt es die mehrjährige Diplomausbildung beispielsweise parallel zu einem Volontariat. Die Medienschule St. Gallen ist eine weitere gute Möglichkeit und wurde einst auch vom hier Schreibenden besucht. Doch nochmals: Bei aller Theorie ist gerade auf einer Lokalredaktion wie jener der Appenzeller Zeitung das Interesse und die Nähe zu Land und Leuten Trumpf.

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