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Hundwils Gemeindepräsidentin zur Lawine: «So etwas wünscht man sich nicht»

Noch am Abend des Lawinenabgangs hat sich Margrit Müller-Schoch, Gemeindepräsidentin von Hundwil, zur Schwägalp begeben. Im Vordergrund steht bei ihr am Tag danach die Hoffnung, dass niemand unter den Schneemassen begraben ist.
Roger Fuchs
Auf der Passhöhe haben Rettungskräfte den Zugang zur Schwägalp abgesperrt. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Auf der Passhöhe haben Rettungskräfte den Zugang zur Schwägalp abgesperrt. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Auch wenn sich das Dorf Urnäsch näher zur Schwägalp befindet, so liegt diese bekanntlich auf Hundwiler Gemeindegebiet. Kurz nachdem Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch am Donnerstagabend aus den Medien von der Lawine erfahren hatte, wurde sie von der Feuerwehr informiert. Namens des Gemeindeführungsstabs begab sie sich vor Ort. «In der Passhöhe waren schon viele Helferinnen und Helfer und ich habe eine grosse Betroffenheit erlebt», blickt sie zurück. Bis hin zum Unglücksort durfte sie sich aus Sicherheitsgründen nicht begeben. Obschon für eine Evakuierung der Gemeindeführungsstab zuständig wäre, seien die Verantwortlichen des Hotels tätig geworden und sie hätten sich um ihre Gäste gekümmert. Der Gemeindeführungsstab von Hundwil hielt sich denn auch gestern in Alarmbereitschaft und hat Unterstützung zugesichert, wenn diese benötigt wird.

Einstufung auf Gefahrenkarte analysieren

Margrit Müller-Schoch. Bild:PD

Margrit Müller-Schoch. Bild:PD

Gefühlsmässig überwog bei Margrit Müller-Schoch in den Stunden nach dem Unglück die Hoffnung, dass unter den Schneemassen keine Toten gefunden werden. Auch wenn es eine so starke Lawine noch nie gab, mit sogenannten Staublawinen müsse in besagtem Gebiet immer gerechnet werden.

«Als ich bei dieser aktuellen Lawine auf den Bildern den Schnee im Restaurant sah, bin ich sehr erschrocken»

Welche Auswirkungen das Geschehnis auf eine andere Zuteilung des Gebiets in der Gefahrenkarte hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fakt ist, die Lawinengefahr wird heute gemäss Geoportal als «mittel» eingestuft. Gestern waren gemäss Müller-Schoch Lawinenspezialisten vor Ort, welche die Situation analyiserten. Noch ist es zu früh, um zu sagen, welche Massnahmen daraus resultieren. Zusammengefasst hält sie fest: «So etwas wünscht man sich nicht.»

Auch wenn die politische Zuständigkeit in Hundwil liegt, schockiert über den Vorfall zeigt sich auch der Gemeindepräsident des nahe gelegenen Dorfs Urnäsch, Peter Kürsteiner. «Solche Naturphänomene zeigen einfach, dass die Natur am längeren Hebel sitzt als die Menschheit», führt er seine Gedanken aus. Oft sei einem auch gar nicht bewusst, dass sich ein solches Ereignis wie diese Lawine in unmittelbarer Nähe abspielen könne. Die Auswirkungen auf Urnäsch hielten sich im Rahmen.

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