Skilift Urnäsch: Fehlender Schnee bereitet Sorgen

An der Generalversammlung der Skilift Urnäsch AG nahmen die Aktionäre von einem durchzogenen Geschäftsjahr 2009/10 Kenntnis. Der Skilift war nur an 29 Tagen in Betrieb.

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Die Skilift Urnäsch AG blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück. (Bild: apz)

Die Skilift Urnäsch AG blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück. (Bild: apz)

Urnäsch. Mehr als 50 Frauen und Männer fanden sich im Skihaus Osteregg zur Generalversammlung der Skilift Urnäsch AG ein. Die Traktanden gaben den über 50 Anwesenden keinen Anlass für Wortmeldungen.

Ungewisse Zukunft

«Ohne Schnee geht einfach nichts», stellte Skilift-Präsident Reto Rohner in seinem Jahresbericht an der 63. Generalversammlung der Skilift Urnäsch AG fest, und machte damit deutlich, dass auch im Winter 2009/10 die Einnahmen aus dem Skiliftbetrieb unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre geblieben sind.

Die Tatsache, dass auch in Urnäsch Schnee immer mehr Mangelware werde, bereite den Verantwortlichen Sorgen und man mache sich ernsthafte Gedanken darüber, wie lange das Angebot eines dorfeigenen Skilifts noch opportun sei, so Rohner. Er machte aber deutlich, dass es der Verwaltungsrat der Skilift Urnäsch AG als seine Pflicht erachte, der Bevölkerung, insbesondere der Jugend und den Gästen, ein Angebot zum Skifahren zu bieten, solange dies technisch und finanziell möglich sei.

Skilift nur 29 Tage in Betrieb

An insgesamt 29 Tagen (Vorjahr 25 Tage) war der Skilift in der Saison 2009/10 in Betrieb, daraus resultierten Einnahmen von 26 300 Franken. Wegen der guten Frequenzen im Skihaus Osteregg mussten vor allem in der Küche verschiedene Neuanschaffungen getätigt werden.

Zusammen mit den höheren Ausgaben für den Liftunterhalt und nach der Auflösung von Rückstellungen resultierte in der Jahresrechnung ein Verlust von etwas mehr als 400 Franken.

Einen besonderen Dank richtete Präsident Reto Rohner an die neue Betriebsleiterin Brigitte Schoop und ihre Helfer Hampi Schoop und Sepp Frei. Diese hätten jeweils alles unternommen, um den Skilift auch bei einer dünnen Schneeschicht in Betrieb zu nehmen. Lobend erwähnte der Präsident auch das spontan durchgeführte Urnäscher Nostalgierennen und das Urnäscher Schülerskirennen.

Neben der Behebung eines Baumschadens zwischen den beiden obersten Masten wurden im Berichtsjahr verschiedene Revisionsarbeiten ausgeführt, und auch das Förderseil wurde durch die Kontrollstelle des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) überprüft. Nach der Schlusskontrolle durch die IKSS steht fest, dass der Skilift Urnäsch in der kommenden Wintersaison alle Auflagen zum uneingeschränkten Betrieb erfüllt.

Noch immer nicht beigelegt ist der schon lange schwelende Zwist zwischen der Skilift Urnäsch AG und dem Besitzer der Nachbarliegenschaft. Endgültig entschieden sei zwar, dass der Ganzjahresbetrieb rechtskräftig bewilligt sei, sagte Reto Rohner. Für das Zufahrtsproblem zum Skihaus wird weiterhin nach einer Lösung gesucht. Zurzeit ist man im Kontakt mit der Flurgenossenschaft Langschwend–Obere Lauftegg um allenfalls eine Zufahrtsmöglichkeit über den Langgschwendwald zu erhalten.

Vorläufig hat die Skilift Urnäsch AG ein befristetes Zufahrtsrecht erhalten, der definitive Entscheid wird voraussichtlich im Frühjahr 2011 fallen.

Neues Vorstandsmitglied

Nach der einstimmigen Genehmigung von Jahresbericht und Jahresrechnung stand die Gesamterneuerungswahl des Verwaltungsrats an. Für den nach fünf Jahren zurücktretenden Walter Zuberbühler wurde Monika Steingruber-Zimmermann als neues Mitglied des Verwaltungsrats gewählt.

Die sich erneut für eine dreijährige Amtsdauer zur Verfügung stellenden Verwaltungsratsmitglieder Anny Bänziger, Werner Bregenzer, Werner Engler und Robert Meier wurden in globo wiedergewählt. Präsident Reto Rohner wurde in seinem Amt bestätigt. (pd)

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