Skilift Hemberg hat zugelegt

HEMBERG. Der Verwaltungsrat der Skilift Hemberg AG präsentierte an der GV eine erfreuliche Rechnung und einen unternehmerischen Blick in die Zukunft. Offen bleibt die Frage betreffend Pistenbully.

Cecilia Hess-Lombriser
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Der Verwaltungsrat der Skilift Hemberg AG mit dem zurückgetretenen Theo Keller (mit Pistenbully) und Präsident Stefan Würms (hinten links). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Der Verwaltungsrat der Skilift Hemberg AG mit dem zurückgetretenen Theo Keller (mit Pistenbully) und Präsident Stefan Würms (hinten links). (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

31 von 279 Aktionären vertraten am Freitag 95 von 750 Aktienstimmen. Mit den Betriebs- und Werbeeinnahmen und dem Pachtzins ist die 100 000-Franken-Marke wiederum erreicht worden. «Die Zahlen der letzten drei Saisons sprechen eine klare Sprache», meinte Verwaltungsratspräsident Stefan Würms. Der Zauberteppich, der Tellerlift und das «Skihus» seien die wirtschaftlichen Zugpferde der Skilift Hemberg AG. Der Unternehmenserfolg weist dennoch ein Minus von rund 4000 Franken aus, allerdings sind 31 000 Franken abgeschrieben worden.

Erfolgreicher Zauberteppich

An 57 Tagen waren der Tellerlift und der Zauberteppich in der vergangenen Saison in Betrieb – sieben Tage weniger als im Vorjahr. Im «Skihus» kam es zu einem Pächterwechsel. Gerlinde Eberhard hat eine neue Aufgabe angenommen. Mit Edith Roth konnte eine ideale Nachfolgerin gefunden werden. Sie nahm ihre Arbeit Anfang September auf. Die beiden Anlagen erzielten einen Gesamtumsatz von rund 74 000 Franken. Der Zauberteppich, der vor drei Jahren installiert worden ist, hat das Geschäft belebt. «Mit 19 041 Franken Pachtzinseinnahmen kratzten wir ausserdem zum ersten Mal an der magischen Grenze von 20 000 Franken», freute sich der Präsident. Die Investitionen gehen weiter. Auf die neue Saison hin wird der Tellerlift mit 20 neuen Gehängen bestückt und die Pisten müssen gemäss der neuen Vorschriften des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte IKSS markiert werden. Geringe Kosten bedeutet die Überholung der Rollenbatterien der drei Masten des Tellerliftes, die in vorgeschriebenem Rhythmus erfolgen muss.

Kaufen oder mieten?

Höhere Kosten kommen in Zusammenhang mit dem Pistenbully auf die Skilift Hemberg AG zu. Das ältere Modell wurde entsorgt und der 30jährige Pistenbully 200 wurde für 10 000 Franken repariert. «Der Verwaltungsrat befasst sich aktuell mit der Frage, wie lange wir noch Geld in das Fahrzeug buttern wollen. Es besteht Handlungsbedarf», sagte Stefan Würms. Ideal wäre, wenn ein Pistenbully gemietet werden könne, doch die Zahlen der eingeholten Offerten seien noch zu hoch. Ein gesichtetes «perfektes Modell» gäbe es noch nicht als Occasion. Die Verantwortlichen bleiben dran. Jedoch nicht mehr Theo Keller, der sich seit 1999 vor allem um die Pistenbullys gekümmert hat. Er ist aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten und bekam nebst lobenden und wertschätzenden Worten einen Spielzeugpistenbully geschenkt. Auf die Wahl eines Nachfolgers wurde verzichtet, denn gemäss Statuten ist die Anzahl Verwaltungsratsmitglieder offen. Die übrigen sechs Mitglieder wurden für weitere zwei Jahre bestätigt. Seit zehn Jahren ist Hansueli Rechsteiner Mitarbeiter bei den Anlagen, ein Mann, der flexibel sei und mitdenke. Betriebsleiter ist Markus Frei.

In Zukunft investieren

Der Verwaltungsrat schaut auch nach vorne und will den Tourismus Hemberg noch weiter fördern. «Wir denken an einen grösseren Kinderspielplatz im Bereich des Skihauses oder weitere Anlagen, die uns ermöglichen, die Zeit zwischen September bis zum Betrieb von Tellerlift und Zauberteppich besser zu überbrücken», verriet der Präsident. Er sprach von einem Ganzjahresgeschäft und deutete an, dass sich der Verwaltungsrat Gedanken in verschiedenen Richtungen mache. Immer mehr Menschen suchten kleine Naherholungsgebiete wie Hemberg eines sei. Diesem Bedürfnis wollten sie gerecht werden. «Wir wollen etwas anpacken.» Angepackt werden soll auch der Rückbau des Skilifts Starkenbach-Rigelschwendi. Das Gelände sei kritisch und mit wenig Schnee. Zuerst müsse die Abbruchbewilligung eingeholt werden, und dann solle der Abbruch etappenweise vor sich gehen. Die Gedanken kreisten auch bereits um einen Tellerlift am Nordhang. Stefan Würms signalisierte klar, dass die Skilift Hemberg AG in die Zukunft investieren will und Hemberg es wert ist, touristisch gefördert zu werden.