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SKICROSS: Ein Oberegger in Pyeongchang?

Marc Bischofberger hofft auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Er hat im Sommer viel gepröbelt und in der Trainingsarbeit neue Wege beschritten.
Lukas Pfiffner
Spektakuläre Sprünge wie dieser gehören zum Skicross. (Bilder: PD)

Spektakuläre Sprünge wie dieser gehören zum Skicross. (Bilder: PD)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Marc Bischofberger ist dieser Tage wie so oft in Saas-Fee am Trainieren. Mit seinen Teamkollegen hat er dort eine Wohnung gemietet. «Wenn wir zwischendurch nach Hause gehen, können wir das Material im Wallis lassen und müssen nicht sechs Paar Skis hin und her transportieren.»

«Zu Hause» bedeutet für ihn neuerdings nicht mehr Oberegg, sondern Marbach. Wegen der Freundin habe er den Wohnort gewechselt, erzählt er. Und eine schöne Begleiterscheinung ist auch, dass er von dort aus etwas weniger weit ins Fürstentum Liechtenstein hatte. Bischofberger gehört dem Rotorteam für Nachwuchs- und Leistungssportler mit Sitz in Balzers an. Einer dessen Gründer ist Marco Büchel; einige Athleten und Athletinnen, die sich dort die konditionelle Basis erarbeiten, kommen auch aus der Sparte Ski alpin – wie Tina Weirather. Im Mai habe die Vorbereitung wieder angefangen. «Ich habe erstmals schon ab August auf professioneller Ebene trainiert. Mein Arbeitgeber hat mich dispensiert», sagt der gelernte Polymechaniker. Früher habe er jeweils auf seine Schicht schauen müssen; nun hatte er mehr Möglichkeiten und Frei-heiten.

Zurück im Nationalkader

Aufgrund seiner Resultate im Winter 2016/17 ist der 26-Jährige für die kommende Saison wieder in die Nationalmannschaft aufgenommen worden. Für das vorherige Jahr war er ins A-Kader zurückgestuft worden. «Weil ich nun aufgestiegen bin, muss ich für die ersten Rennen keine Qualifikation fahren und bin gesetzt. Auch punkto Sponsoring bringt es Vorteile, wenn du der Nationalmannschaft angehörst.» Ende November stehen Europacup-Bewerbe auf dem Programm. «Da heisst es, wieder in den Rennmodus zu kommen.» Erst im Dezember beginnt die Weltcup-Tour.

Auf einmal Sprünge nach aufwärts

Bischofberger war bis vor sieben Jahren als Alpinfahrer unterwegs; nach einer Pause hat er die Fas­zination des Skicross entdeckt. 2015 gewann er sein erstes Weltcuprennen. Eines der Ziele im kommenden Winter ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang. Wie schätzt er die Aussichten ein? Vor der Saison sei die Form jeweils schwierig zu beurteilen. «Die ersten Rennen geben Auskunft.» Das vergangene Skicross-Jahr schloss er als drittbester Schweizer hinter Alex Fiva und Armin Niederer auf dem sechsten Weltcuprang ab. «Daher hoffe ich, dass mir die Qualifikation für Olympia gelingt.» Den Sommer bezeichnet Bischofberger als gut. «Wir haben mit den Ski und den Schuhen einiges ausprobiert, zum Beispiel bei der Einstellung von Winkeln: Man könnte endlos pröbeln.» Aber schliesslich müsse man schauen, was den Crossfahrern etwas bringe, und sich in Absprache mit den Leuten der Skifirmen entscheiden. «Verglichen mit den Alpinfahrern sind die Positionen zum Teil anders: Wir haben ja auch Steilwände oder Sprünge nach aufwärts zu bewältigen.»

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