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SKI ALPIN: Fischbacher will an der Junioren-WM unter die ersten Zehn fahren

Zum zweiten Mal gehört Skirennfahrer Marco Fischbacher dem Schweizer Aufgebot für die Junioren-WM an. In Davos wird er auf seinen Heimstrecken weitere Erfahrungen sammeln können.
Urs Huwyler
Marco Fischbacher steht im Schweizer Aufgebot für die Junioren-WM in Davos. Dabei kämpft er an der Heim-WM um eine einstellige Klassierung. (Bild: Urs Huwyler)

Marco Fischbacher steht im Schweizer Aufgebot für die Junioren-WM in Davos. Dabei kämpft er an der Heim-WM um eine einstellige Klassierung. (Bild: Urs Huwyler)

Wer es im Alpin-Land Schweiz zweimal ins Junioren-WM-Team schafft, muss skitechnisch einiges drauf haben. In der Vergangenheit hagelte es Titel und Medaillen. 2017 holten Loic Meillard (zweimal) und Camille Rast Gold. «Aber», schränkt Marco Fischbacher (Unterwasser) ein, «ich gehöre nicht zu den Teamleadern, von denen eine Medaille erwartet wird. Für mich ist es auch aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs ein Erfolg, selektioniert worden zu sein.» Vor einem Jahr im schwedischen Are schied der 21-jährige Toggenburger im Super G und Riesenslalom aus, in der Kombination (20.) und Abfahrt (30.) blieb er ebenfalls unter seinen Möglichkeiten geschlagen.

Disziplinen sind noch nicht bestimmt

In welchen Disziplinen Marco Fischbacher in Davos zwischen dem 30. Januar und 8. Februar eingesetzt wird, steht noch offen. Fixstarter dürfte er auch wegen des Sieges Anfang Januar in Savognin im Riesenslalom sein. «Davon gehe ich aus. In der Kombination oder dem Super G stehen die Chancen wohl nicht schlecht. Für die Abfahrt rechne ich mit Qualifikationsläufen. Ich bin bereit und freue mich auf das Heimspiel», betont der Fahrer des RSC Toggenburg. Erinnerungen werden wach: 2006 in Quebec (CAN) wurde die spätere Weltcupsiegerin Marianne Abderhalden (Alt St. Johann) Abfahrtweltmeisterin und holte in der Kombination zudem Silber.

Schneller Schwung und zuletzt viele Ausfälle

Die bisherige Saison verlief für den Atomic-Piloten und bekennenden Fan von Markenkollege Marcel Hirscher eher durchzogen. Es setzte im Gegensatz zu seinem Idol serienweise Ausfälle ab. «Ich habe zwar grundsätzlich einen schnellen Schwung, aber zuletzt fehlte die Konstanz. Ausfälle sind immer schlecht, doch an der WM wird es darum gehen, mit vollem Risiko anzugreifen.» Ganz nach dem Fussball-System: Drei Unentschieden, also im Skirennsport Mittelfeldplatzierungen, ergeben ebenso drei Punkte wie zwei Niederlagen (Ausfälle) und ein Sieg (Top 5). Also lieber ein Exploit statt dreimal «nicht schlecht».

Eine einstellige WM-Klassierung wäre für Marco Fischbacher zum Abschluss der Juniorenzeit zugleich eine Bestätigung der Selektion und ein Karrierehöhepunkt. Davos als Austragungsort müsste ihm entgegenkommen, nachdem er die dortige Sportschule besuchte. «Ich kenne die Strecken und ihre Eigenheiten. Für mich ist es dadurch eine wirkliche Heim-WM. Anderseits steigen dadurch die Erwartungen, der Druck wird grösser sein als irgendwo fern der Heimat. Vieles wird anders sein. Normalerweise hat es bei unseren Rennen keine Zuschauer. In Davos werden nicht nur die Familien vor Ort sein, der Schweizer Nachwuchs dürfte unter Beobachtung stehen.» Derzeit weilt das Schweizer Team in Hoch-Ybrig im Trainingslager. Dort wird eine Strecke speziell gewässert. Die Vorstellung bleibt gewöhnungsbedürftig: Bei idealen Schneebedingungen wird alles dafür getan, dass die Rennen auf vereisten Strecken stattfinden können.

Rennen auf Eispiste statt Schneestrecken

Für Marco Fischbacher sind solche Gedanken nachvollziehbar. «Manchmal wirkt es absurd, dass der Schnee aus der Piste geschafft wird. Wer jedoch mit Nummer 30 am Start steht, hat auf einer vereisten Strecke grössere Chancen auf eine gute Zeit. Auch in Davos wird gewässert. Deshalb ist das Training im Hoch-Ybrig eine ideale Vorbereitung.» Bei «normalen» FIS-Rennen präsentiert sich die Präparation skisportfreundlicher, starten die Teilnehmer nicht als Eisschnellläufer. «Es zeigt, wie viele Komponenten zusammenpassen müssen, damit ein Spitzenergebnis möglich ist. Eine Windböe, Sonne oder Nebel, der Pistenzustand, die Materialwahl, alles spielt eine Rolle. Deshalb fällt es immer schwerer, Prognosen abzugeben.»

Auch, weil es darauf ankommt, ob andere Nationen ihre Olympiafahrer nominieren oder die «Stars» Zuhause lassen. «Heisst unter dem Strich», so Marco Fischbacher, «alles ausblenden und Gas geben.»

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