Situation soll sich beruhigen

An der Aussprache mit der Bevölkerung gibt es Kritik für den Schulrat Thal. Mit einer neuen Schulpräsidentin ad interim soll sich die Lage beruhigen.

Gisela Tobler
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Miriam Salvisberg Schulleiterin ad interim, Thal, ab August 2015 (Bild: pd)

Miriam Salvisberg Schulleiterin ad interim, Thal, ab August 2015 (Bild: pd)

THAL. Über hundert Personen haben an der Aussprache mit dem Schulrat Thal teilgenommen. Schulratspräsident Heinz Herzog erklärte, dass ihm der Rücktritt nicht leicht falle, dass er das Amt mit Herzblut ausgeführt habe, aber dass es ihm aufgrund der anstehenden Schulreformen nicht möglich sei, die Tätigkeit weiter auszuüben. Ab 1. August wird Schulrätin Miriam Salvisberg das Präsidium ad interim übernehmen. Zusätzlich soll Vizepräsident Michael Fitzi mit einigen zeitintensiven Aufgaben betraut werden. Mit dieser Aufgabenteilung wolle der Schulrat ein Zeichen setzen, «künftig eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Akteuren in der Gemeinde zu pflegen».

Ruf der Gemeinde geschadet

Nach einführenden, informativen und beschwichtigenden Worten durch Moderator Jean-Claude Kleiner diskutierten die Anwesenden in Gruppen Themen wie Qualität der Schule, Sport und Musik, Mittagstisch, Schulweg und Mitspracherecht der Eltern. Man war bemüht, keine hohen Wogen entstehen zu lassen. Doch dauerte es nicht lange, bis wunde Punkte angesprochen wurden: Warum verlassen so viele engagierte Lehrkräfte die Schulgemeinde Thal? Warum werden so viele Schüler aus der Schule genommen? Kritisiert wurde vor allem das Engagement von Schulratsmitgliedern zu Lehrplan 21 und HarmoS, was dem Ruf der Gemeinde geschadet habe.

Schulrat zeigt sich einsichtig

In der Podiumsdiskussion zeigten sich alle Schulratsmitglieder einsichtig und versprachen, den Lehrplan zu gegebener Zeit umzusetzen und den Lehrpersonen zu vertrauen. Auf die Frage nach den Kündigungen von Lehrkräften verwies Herzog auf den Persönlichkeitsschutz und erklärte, dass sich die Fluktuation an den Thaler Schulen im Durchschnitt befinde. Auch die Zahl der Schüler, die in andere Schulen wechseln, insbesondere an Sportschulen, bewege sich im üblichen Rahmen. «Wir sind uns aber bewusst, dass Fehler passiert sind», so Heinz Herzog. Insbesondere im Bereich Kommunikation wurde Besserung gelobt und versprochen, den Anliegen der Eltern vermehrt Gehör zu schenken und besser zu informieren.

Auch lobende Worte

Neben aller Kritik gab es auch lobende Worte, zum Beispiel für die Infrastruktur, für das Angebot im Bereich Sport und Musik oder für das Lagerbudget. Und in einem Punkt war man sich einig: «Eine gute Schule steht und fällt mit der Qualität der Lehrperson, die vor der Klasse steht.» In diesem Sinn versprach der Schulrat, dieser Verantwortung wieder vermehrt Rechnung zu tragen.

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