Sirenenanlagen werden erneuert und teilweise aufgehoben

AUSSERRHODEN. Alle Jahre wieder – jeweils am ersten Mittwochnachmittag im Februar – durchschneidet Sirenengeheul die Ruhe. Doch es besteht kein Grund zur Sorge: Weder steht ein Luftangriff bevor noch droht eine Vergiftung durch Chemikalien. Der ohrenbetäubende Lärm gehört zum Sirenentest.

Jacqueline Züst
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Die Sirene auf dem Realschulhaus in Herisau. (Bild: sh)

Die Sirene auf dem Realschulhaus in Herisau. (Bild: sh)

Ausserrhoden. Alle Jahre wieder – jeweils am ersten Mittwochnachmittag im Februar – durchschneidet Sirenengeheul die Ruhe. Doch es besteht kein Grund zur Sorge: Weder steht ein Luftangriff bevor noch droht eine Vergiftung durch Chemikalien. Der ohrenbetäubende Lärm gehört zum Sirenentest.

Vertrag mit Swisscom gekündigt

Das Alarmierungssystem wurde bis anhin über Telefonleitungen der Swisscom ferngesteuert. Im Verlauf des kommenden Jahres läuft nun das Abkommen zwischen dem Bund und dem Telekommunikationsunternehmen aus. Künftig wird in Appenzell Ausserrhoden das System über das Sicherheitsfunknetz Polycom gesteuert. Diese Änderungen laufen unter dem vom Bund lancierten Projekt Polyalert.

Im Zuge dieses Projekts müssen die bestehenden Sirenenanlagen erneuert werden. Dieser Tage hat das Departement Sicherheit und Justiz eine Ausschreibung an Privatfirmen vorgenommen, die den Bau und die Installation solcher Sirenenanlagen bewerkstelligen. Gemäss Detlev Eberhard von der Koordinationsstelle für Bevölkerungsschutz gibt es derzeit 35 Anlagen im Kanton. Die Anzahl Sirenen beläuft sich, je nach Grösse der Gemeinde, auf mindestens eine bis maximal sieben Anlagen. Es sind der Ersatz von 30 sowie der Rückbau von fünf Sirenen vorgesehen.

Neue Anlage beim Sonnenberg

Diese fünf Rückbauten gründen auf die schlichte Tatsache, dass die neuen Sirenen effizienter sind. Betroffen hiervon sind die Gemeinden Rehetobel, Heiden, Hundwil, Wienacht-Tobel und Teufen.

Der Neubau einer Sirenenanlage ist beim Schwimmbad Sonnenberg in Herisau vorgesehen. Dies, weil in der dortigen Region zum einen im Verlauf der vergangenen Jahre zahlreiche neue Gebäude entstanden sind und zum anderen der Schall zu schwach ist. Eberhard schätzt den Gesamtaufwand auf nahezu eine halbe Million Franken.

Die Auslieferung der Anlagen läuft direkt über die vom Bund zugelassenen Lieferanten. Der Ball liegt nun also bei eben diesen Unternehmen, die ihrerseits ausgearbeitete Angebote bei der vermittelnden Stabsstelle einreichen können. Und dies vorteilhafterweise noch vor Ablauf der auf den 14. November gesetzten Frist. Der Vergabe-Entscheid wird letztlich vom Regierungsrat gefällt.

Bis Mitte des nächsten Jahres sollen alle Sirenen ersetzt sein. Damit wird ein wichtiger Bestandteil für die Sicherheit der Ausserrhoder Bevölkerung gewährleistet.

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