Singend ging es durch die Bielersee-Gegend

Der Männerchor Lichtensteig reiste ins Weinland. Am Freitag traf sich eine reiselustige Gruppe vom Männerchor Lichtensteig auf dem Bahnhof und bestieg den Zug nach Wil. In direkter Fahrt ging es von dort weiter mit dem ICN nach Biel.

Hans-Peter Nef
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Der Männerchor Lichtensteig reiste ins Weinland.

Am Freitag traf sich eine reiselustige Gruppe vom Männerchor Lichtensteig auf dem Bahnhof und bestieg den Zug nach Wil. In direkter Fahrt ging es von dort weiter mit dem ICN nach Biel. Natürlich hatte der Chor sich mit genügend Kaffee und Gipfeli ausgerüstet. So war für das Wohlbefinden der Sänger auf der Fahrt gesorgt. Nach einem Apéro-Halt in Biel erreichte die Gruppe nach kurzer Fahrt das Reiseziel Ligerz am Bielersee. Hier erwartete man die Reisenden bereits im Hotel Kreuz für das Mittagessen.

Aussicht auf den Bielersee

Nachdem die Zimmer bezogen waren, traf man sich bei der Seilbahnstation zu einer kurzen Fahrt mit dem Vinifuni. Angesagt war zuerst ein Besuch bei der bekannten Ligerzer Kirche. Inmitten der ausgedehnten Rebberge geniesst man hier eine bezaubernde Aussicht auf Ligerz und den Bielersee. Die «Fitnessabteilung» wanderte anschliessend auf dem Rebenweg nach La Neuveville. Die Nichtwanderer fuhren mit der Standseilbahn hoch bis nach Prêles, um hier einen noch umfassenderen Rundblick zu geniessen. Schliesslich traf man sich wieder in La Neuveville. Hier mussten zuerst die nach Bier lechzenden Kehlen der Wanderer befriedigt werden. Anschliessend verschoben sich die Sänger zum Restaurant «Au Banneret» zum Nachtessen. Vorher aber reichte es noch für einen kleinen Rundgang durch das historische Städtchen. Logisch, dass man einige Vergleiche zu Lichtensteig ziehen konnte. Ein ausgezeichnetes Nachtessen mit feinem Wein leitete darauf einen gemütlichen Abend ein. Die neun Sänger liessen es sich nicht nehmen, den Gästen mit «Weinland» eine Kostprobe ihres Gesangs zu bieten. Diese wurde mit regem Applaus bedacht, was zu weiteren gesanglichen Höhenflügen anspornte. Dass ein anwesender, langjähriger Chordirigent einige Tränen zerdrücken musste, war denn auch nicht auf einen miserablen Gesang zurückzuführen.

Trotz des angesagten schlechten Wetters entschied man sich am Samstag, den geplanten Ausflug auf den Chasseral zu unternehmen. Zuerst konnte man die Fahrt mit der Seilbahn hinauf nach Prêles voll geniessen, zeigte sich doch wiederum die phantastische Aussicht auf die Bielersee-Gegend. Erste Regentropfen auf der Terrasse von Tessenberg taten der guten Laune keinen Abbruch. Und schon nahte auch das Postauto, das die Sängerschar auf den Chasseral fuhr. Allerdings nahte dann auch bald der erste Nebel, der sich als treuer Begleiter erwies. Immerhin konnte man im Bergrestaurant auf der Panoramakarte erahnen, welch weite Sicht man nun verpasste. Dafür konnte man hier geschützt von starkem Wind und Regen das Mittagessen geniessen. Zudem wurde wieder eine Kostprobe unseres Gesang gegeben. Für die Talfahrt erwartete dann der Bus nach St. Imier die Sängerschar. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt durch die Taubenlochschlucht wurde wieder Ligerz erreicht. Hier blieb noch genügend Zeit, sich vor dem Nachtessen ins Gewühl des Ligerzer «Läset-Sunntigs» zu stürzen. Am Abend mischte man sich dann nochmals unter die Besucher des Weinfestes.

Treberwurst auf dem Teller

Nach einer eher unruhigen Nacht traf man sich am Morgen wieder in der Gaststube des Hotels Kreuz. Jetzt hiess es Koffer packen und Zimmer räumen. Der letzte Tag begann mit dem Transfer per Zug nach Biel. Hier wurde das Gepäck deponiert und dann ging es zu Fuss oder per Bus zur Schifflände. Nach einem ausgedehnten Apéro hiess es dann «Leinen los» für eine gemütliche Bielersee-Rundfahrt. Extra für die Lichtensteiger servierte die Schiffscrew die bekannte Treberwurst. Dass sich dann auch noch die Sonne wieder zeigte, war das berühmte i-Tüpfchen dieses Tages.

Eine gutgelaunte Gruppe wartete dann auf dem Bieler Bahnhof auf den ICN, der alle wieder pünktlich nach Hause brachte. Eine tolle, gemütliche Reise mit viel Raum zur Pflege der Kameradschaft fand damit ihren Abschluss.

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