Singen, weil es das Herz erfreut

WATTWIL. Vor knapp anderthalb Jahren wurden im Tonstudio von Alex Eugster in Dübendorf die ersten Tonaufnahmen gemacht. Am Samstagabend stellte das Jodelchörli Alperösli anlässlich des Chörliabends im Thurpark die neue CD «Üses Härzchlopfe» vor.

Elisabeth Scherrer
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Das Jodelchörli Alperösli, 1944 gegründet und seit 1945 Mitglied des Eidgenössischen Jodlerverbandes, hat den dritten Tonträger aufgenommen. Die erste Studio-Aufnahme, eine Langspielplatte, war 1978 und die zweite liegt mittlerweile 16 Jahre zurück. Seit 2005 wird das Jodelchörli Alperösli von Röbi Muheim geleitet.

Wie die aktuelle CD entstand, zeigte das Jodelchörli mit einem von Vreni Meier ausgedachten Singspiel in fünf verschiedenen Szenen auf. Die erste Szene gab Einblick, wie die Idee für diese CD zustande gekommen war, nämlich bei einer gemütlichen Runde im Restaurant. Dort waren erste Titelvorschläge gesammelt worden. Zweite Szene: An der nächsten Probe wurden diese Titelvorschläge konkret, und eine Zeit des intensiven Probens begann. Dritte Szene: Aufnahmen im Tonstudio von Alex Eugster in Dübendorf. Vierte Szene: An einer Vorstandssitzung wurden die letzten Details bereinigt. Fünfte Szene: Foto-Aufnahmen für CD und Festführer.

«Üses Härzchlopfe»

Zusätzliche Informationen über das Entstehen der CD gab Margrit Zürcher. Sie wusste zu berichten, warum unter anderem die Termin-Findung für die Tonaufnahmen schwierig war. Es gab viele gute Gründe, warum jedes vorgeschlagene Datum für irgendjemanden der falsche Zeitpunkt war. Irgendwann klappte es mit den insgesamt vier Aufnahmen trotzdem. Auf der neuen CD sind unter anderem Titel wie «Doch das Herzklopfen» (Musik: Thomas Rebensberg, Günther Moll; Text: Robert Jung), jenes Lied, das der CD den Namen gab, «Und d'Meitschi händ d'Buebe verfüehrt» von Robert Fellmann, «Bim Chüjerglüt» von Hans Walter Schneller, Vrenis Becki-Jodel oder «I bi e Buurebueb», von Hans Müller-Luchsinger. Aber nicht nur das Jodelchörli ist auf diesem Tonträger zu hören. Mit dabei sind auch das Ländlertrio Gräppelegruess, Peter Frehner, Alt St. Johann, Hansueli Knaus, Ganterschwil und Ueli Künzli, Nesslau, mit «E Chalbery» und «Würzenländer» sowie das Trio Eidgenossä, Thomas Scherrer, Nesslau, Stefan Schmitter, Wattwil und Michi Schmitter, Wattwil, mit «Am anderä Gadäfäscht» und «Nesslau–Gersau».

Fast zur selben Zeit probte im Prättigau auch das Jodlerquartett Rosenberg für CD-Aufnahmen. Das Quartett mit Luzi Scherrer, Martin Tomaschett, Thomy Scherrer und Andreas Scherrer wurde vor vier Jahren gegründet und stammt aus Pany. Auch die vier Prättigauer realisierten kürzlich ihren ersten Tonträger. Sie waren bei der CD-Taufe im Thurpark am Samstagabend mit dabei und gaben dem zahlreich erschienenen Publikum ein paar Kostproben aus ihrem Repertoire – vier Stimmen, perfekt aufeinander abgestimmt und von einer Feinheit und Präzision, die den Zuhörern die Gänsehaut über den Rücken trieb.

Ehrungen für Veteranen

Zwei Jodelchörli-Mitglieder wurden dieses Jahr vom Nordostschweizerischen Jodlerverband zu Veteranen ernannt. Hans Rohner sang zuerst während 10 Jahren beim Jodlerklub Uzwil und seit 15 Jahren beim Jodelchörli Alperösli, welches er seit neun Jahren präsidiert. Vreni Meier ist seit 25 Jahren Jodlerin mit erster Stimme beim Chörli, und sie engagiert sich seit 14 Jahren im Vorstand. Ihr Lied-Wunsch zum Abschluss war «Kamerade» von Mathias Zogg, mit allen Anwesenden im grossen Chor gesungen.