Simone Kuhn – Nummer eins am Strand

Damals

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Vor 100 Jahren

21. November: Alt St. Johann. Wegen Diebstahls eines grösseren Quantums Schweinefleisch aus einer Rauchkammer erfolgte nun in Alt St. Johann die Festnahme eines jüngeren Telefonarbeiters.

21. November: Obertoggenburg. Ende letzter Woche fuhr der Schneeschlitten vierspännig von Wildhaus nach Gams und öffnete vier Meter breit die Strasse.

21. November: Wattwil. Letzten Montag nachmittags halb 2 Uhr konnte man hier wiederum einen schweizerischen Doppeldecker beobachten.

21. November: Wattwil. Obschon die Traktandenliste 15 Nummern aufwies, dauerte die politische Bürgerversammlung vom Sonntagnachmittag doch nur eine halbe Stunde. Zum erstenmal wurden die Gutachten und der Rechnungsbericht nicht mehr verlesen. Logischerweise werden in Zukunft die Amtsrechnungen mit den beigedruckten Gutachten und Berichten jedem Bürger zugestellt werden müssen. Nach dreimaligem Anlauf ist die sanktionierte Festsetzung von Sitzungsgeldern von besonderer Wichtigkeit. Vom 1. Juli 1918 an beziehen laut diesem Beschluss die Gemeinderäte ein Sitzungsgeld von Fr. 5.-- (ausgeschlossen der fix besoldete Gemeindeammann), die Mitglieder des Waisenamtes und der Polizeikommission 2 Fr. und diejenigen der Armenkommission 3 Fr. Zudem erhalten der Armenpfleger und die Präsidenten der Bau- und Strassenkommission ein Jahresgehalt von 50 Fr.

Vor 50 Jahren

Te 22. November: Wattwil. Wie aus einem Inserat ersichtlich ist, hält der Eisclub seine letzte Hauptversammlung ab. Auf der Traktandenliste steht nämlich als Haupttraktandum «Auflösung des Clubs». Die Gründe für die Auflösung dürften allgemein bekannt sein: «Unmöglichkeit, eine Eisbahn herrichten zu können, weil eine einigermassen günstige Unterlage für eine Natureisbahn nicht mehr vorhanden ist. An eine Kunsteisbahn ist anderseits in Wattwil vorderhand nicht zu denken, die enormen Erstellungskosten würden eine Rendite nicht gewährleisten. Der Eisclub hat somit kein Tätigkeitsfeld mehr. Die nun seit 1962 schwebende Auflösung des Clubs muss nun vollzogen werden. Die geschilderten Umstände lassen diesen Schritt auch verantworten.

22. November: Neu St. Johann. Zwischen Johanneum und Thur werden drei neue Gebäude erstellt. Dabei handelt es sich um Trakte des neuen Lehrlingsheims für schulentlassene Burschen. In den Obergeschossen werden Schulräume, im Erdgeschoss Werkstätten für verschiedene handwerkliche Berufe geschaffen. Im sogenannten Industrietrakt werden vorerst die Industriearbeiten für Mongolide usw. ausgeführt werden, ausserdem sollen im gleichen Gebäude die Malerei und die Mechanische Werkstätte untergebracht werden. Der dritte Neubau ist ein Wohnhaus mit Viererzimmern, Leiterbüro, Aufenthalts- und Essräumen, Badezimmern usw. Vielfältig sind die Abteilungen für die Lehrlingsausbildung, stehen doch des weitern noch eine Gärtnerei, eine Schreinerei, eine Maurerabteilung und ein Landwirtschaftsbetrieb zur Verfügung. Die Baukosten werden sich auf etwa 1,5 Millionen Franken belaufen.

Vor 20 Jahren

20. November: Wattwil. Geräteturnen. Nicht weniger als sechs Geräteturner des TSV Salto Wattwil haben sich für die Schweizermeisterschaften im Geräteturnen der Männer qualifiziert. Die sechs «Saltos» (so der Name ihrer Riege im TSV) reisten mit der St. Gallern Mannschaft nach Bulle. Daniel Broger und Markus Züblin klassierten sich im Schlussklassement mit dem 31. Rang für Züblin und dem 33. Rang für Broger weit in der besseren Hälfte. In der höchsten Kategorie waren sogar vier Wattwiler von total sechs St. Gallern qualifiziert. Leider schrumpfte das Team noch auf drei zurück, da Rolf Oberholzer wegen Schulterschmerzen ausfiel. Dennoch waren Benno Stadelmann, Bernhard Raschle und Roland Brändli hoch motiviert. Bernhard Raschle kämpfte sich auf den 40. Rang, Stadelmann auf den 45. Rang. Brändli konnte den ganzen Wettkampf praktisch ohne Fehler durchturnen und stand, mit Ausnahme der Schaukelringe, an jedem Gerät den Abgang. Durch die ausgeglichene Leistung wurde Roland Brändli sehr guter Achter von 54 Startenden. Gold erreichte Roland Brändli mit der St. Galler Mannschaft im Mannschaftswettbewerb.

Vor 10 Jahren

19. November: Toggenburg. An der Berufsweltmeisterschaft in Japan massen sich auch drei junge Toggenburger Handwerker mit den besten der Welt. Am Start waren der Maurer Stefan Brunner aus Ganterschwil, Metallbauer Michael Schafflützel aus Krummenau und Sanitärinstallateur Patrick Huser aus Alt St Johann. 21. November: Nesslau. Beim Olympia-Treff in Magglingen staunten selbst die St. Galler, als sich die Luzernerin Simone «Simi» Kuhn als Toggenburgerin outete. Im Gegensatz zu «Simi» Ammann wird die Beachvolleyballerin kaum mit dem Tal der Könige in Verbindung gebracht. Bereits nach der zweiten Sekundarklasse zog die damals noch nicht 185 cm grosse Simone Kuhn aus, um als Frau der Berge zuerst in den Luzerner Hallen und danach weltweit an den Palmenstränden für Schlagzeilen zu sorgen. Die mehrfache Schweizer Meisterin wurde anfangs November zum dritten Mal mit dem Beach Award ausgezeichnet. An den Olympischen Spielen in Peking 2008 strebt Simone Kuhn mit Partnerin Lea Schwer zusammen ein Diplomrang (Plätze vier bis acht) an.