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Simon Tobler ist Polsterer aus Leidenschaft: «Jedes Möbel hat seine eigene Geschichte»

Vom 28. bis 31. März verlegt der Polsterer Simon Tobler, Inhaber des alten Hauses an der Saienbrücke in Urnäsch, einen Teil seiner Werkstatt ans Criterion Festival nach Zürich. Der 37-Jährige erzählt, wie er zum Polstern kam und warum er mehr Wert auf Qualität statt auf Quantität legt.
Claudio Weder
Simon Toblers Leidenschaft ist das Polstern von Möbeln. (Bild: PD)

Simon Toblers Leidenschaft ist das Polstern von Möbeln. (Bild: PD)

Seit 2016 hat das Haus an der Saienbrücke in Urnäsch ein neues Inhaberpaar: Gemeinsam mit seiner Frau Damaris betreibt Simon Tobler darin ein Café, im Nebenraum geht der 37-Jährige seiner Leidenschaft nach: dem Polstern antiker Möbel. Für die kommenden vier Tage verlegt Tobler einen Teil seiner Werkstatt ans Criterion Festival nach Zürich, eine Messe für innovative Produkte aus den Bereichen Design, Technik, Handwerk und Esskultur. Er will dort den Besucherinnen und Besuchern das alte Handwerk des Polsterns näher bringen.

Das Criterion Festival ist eine Messe für Andersdenker. Inwiefern denken Sie anders?

Simon Tobler: Ich würde mich nicht unbedingt als Andersdenker bezeichnen, viel mehr als Weiterdenker. Mir geht es bei meiner Arbeit nicht nur um wirtschaftlichen Gewinn, sondern um das Weiterleben des Möbels und seiner persönlichen Geschichte, die dahinter steht.

Wie sind Sie zum Polstern gekommen?

Nachdem ich meine Lehre als Innendekorateur in Ermatingen absolviert und danach jahrelang an verschiedenen Orten in Deutschland gearbeitet hatte, wollte ich mich auf dem Gebiet der Restauration weiterbilden. Ich bewarb mich in einem Betrieb in Freiburg. Dort sagte man mir, sie hätten keine Arbeit für mich. Aber es gebe da eine Polsterei, die ich übernehmen könnte. So hat alles begonnen.

Ein Ziel des Criterion Festivals ist es, die Leute zum Nachdenken anzuregen. Wie lautet Ihre Botschaft?

Mein Credo lautet: Reduktion. Das heisst: Will man fair sein gegenüber der Umwelt, ist es besser, weniger zu besitzen, und stattdessen mehr Wert zu legen auf Qualität, Regionalität und ökologische Materialien. Gerade in der heutigen schnelllebigen Wegwerfgesellschaft scheint mir dies wichtig.

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