SIMON ENZLER: Eine virtuelle Brille für die Appenzeller Kühe

Im neusten Werbefilm für Appenzeller Käse scheint es fast so, als ob das streng gehütete Geheimnis rund um das Rezept des Käses gelüftet wird. Bauer Simon Enzler spielt im Spot neben den Kühen die Hauptrolle. Die Produzenten setzen voll auf die Online-Verbreitung.

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Kabarettist Simon Enzler spielt im neusten Werbesport für Appenzeller Käse einen findigen Bauern. (Bild: youtube)

Kabarettist Simon Enzler spielt im neusten Werbesport für Appenzeller Käse einen findigen Bauern. (Bild: youtube)

Das Video ist nur für Facebook und Youtube produziert worden - und vielleicht reicht das auch als Werbezweck: Denn wie es wohl die Absicht der Macher der Werbeagentur Contexta  in Bern war, geht das Werbefilmchen bereits viral.

"Föchelig streng"
Aber es ist auch nachvollziehbar, dass es munter angeklickt wird: Der Innerrhoder Kabarettist Simon Enzler spielt im Werbefilmchen einen findigen Bauer. Im Stall vor seinen Kühen spricht er in schönstem Innerrhoder Dialekt darüber, wie es doch hart ist für seine Kühe, den ganzen Winter keine saftige Wiesen zu sehen: "D'Wenter bi ös z'Appezöll send natürlech föchelig streng."

Um dem Abhilfe zu schaffen, habe er etwas herausgetüftelt und zeigt auf seine Kühe, die alle während des Fressens eine Virtual-Reality-Brille tragen "die Maschineli funktionieret picobello." Durch diese Brillen sehen sie motivierendes Kuh-TV-Programm, das ihnen zu viel besserer Milch verhilft - und ergo ist auch der Appenzeller Käse viel besser.

An einem Tag produziert
"Wir haben den Film an einem Tag vor zwei Wochen produziert", sagt Monika Walser, Leiterin Marketing und Kommunikation von Appenzeller Käse. Da es klar das Ziel gewesen sei, den Spot nur online zu verbreiten, habe man den Aufwand möglichst gering halten wollen. Simon Enzler sei schnell als Hauptrolle gesetzt gewesen, da er schönsten Innerrhoder Dialekt spricht und über die nötigen schauspielerischen Fähigkeiten verfügt. "Wir werden versuchen, den Spot wie in der Schweiz auch in Deutschland über Online-Medien in Umlauf zu bringen", so Walser. (chs)