Signer ist zu alt

Wollen Sie einen bald 60-Jährigen in die Regierung wählen? Ich nicht! Die Altersgruppe über 60 ist schon übervertreten im Regierungsrat.

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Wollen Sie einen bald 60-Jährigen in die Regierung wählen? Ich nicht! Die Altersgruppe über 60 ist schon übervertreten im Regierungsrat. Also wählen wir eine junge, dynamische Frau mit Charisma und Ausstrahlung, die etwas bewegen möchte in der Politik und mit welcher auch ich mich in der Regierung vertreten fühle.

Familienpolitik ist für Paul Signer nicht so wichtig. Er hat in Herisau kein Bevölkerungswachstum geschaffen, eine Zunahme ist nur bei der Zuwanderung von Ausländern und bei Asylsuchenden feststellbar, was nicht zu unserer Sicherheit beiträgt. Ein anderes Kapitel ist der unbegreifliche Gemeinderatsbeschluss vom letzten Jahr, mit der Tatsache, die kleinsten Besucher für das defizitäre Sportzentrum verantwortlich zu machen, indem eine Tarifanpassung, ja gar Eintrittstarife für Vierjährige eingeführt wurden, das löst bei mir nicht nur Unverständnis, sondern auch Wut aus. Nicht einmal die grossartige Unterstützung der Johannes- Waldburger-Stiftung im Jahre 2011 für Gratiseintritte für Kinder hatte ihre Wirkung für den Gemeinderat oder wurde diesbezüglich nicht für eine familienfreundliche Politik honoriert. Ich finde es ein Affront gegenüber der Stiftung, dass nicht einmal ein Jahr später ein solcher Beschluss gefasst wurde. Über die Zustände im Sportzentrum, vor allem im personellen Bereich mit fehlenden Führungsqualitäten, fehlender fachlicher Kompetenz und der Vergabe von Jobs dank guter Beziehungen dürfen vom Bürger nicht länger toleriert werden.

Ich wähle eine Person in die Regierung, in die ich Vertrauen habe, die keine Spielchen toleriert. Darum wählen auch Sie Inge Schmid in die Regierung.

Dora Zumstein

Mühlehof 7, 9100 Herisau

FDP- Gedankengut

Glaubt die FDP wirklich, dass nur ihre Politiker fähig sind zu regieren und unseren Kanton weiter zu bringen? Die Vergangenheit hat leider schon andere Geschichten geschrieben. Liebe Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, vertrauen Sie nicht allein auf die FDP und geben Sie auch anderen Parteien eine Chance, wählen Sie diesmal nicht wieder FDP. Wählen Sie am 7. April Inge Schmid in den Regierungsrat.

Walter Nef, SVP-Kantonsrat

Vorderhus, 9064 Hundwil

Krude Argumentation

«Keine höheren Steuern für Reiche», vom Dienstag, 19. März.

Auf die Frage eines Kantonsrates, ob die Ausserrhoder Regierung im Zusammenhang mit dem Defizit an eine Steuererhöhung für Firmen und Reiche gedacht habe, hat am Montag Finanzminister Köbi Frei eine sehr seltsame Antwort gegeben: Weil die erklärten Ziele der Regierung, ein Wachstum bei Bevölkerung und BIP zu generieren, nicht erreicht worden seien und weil die Rechnung mit einem Defizit abschliesse, wolle die Regierung an der Steuerstrategie festhalten und auf ein Bevölkerungswachstum hoffen. Mit anderen Worten: Die Regierung hat einen offensichtlich untauglichen Plan, und gerade weil er bisher nicht zum Ziel geführt hat, will sie auch in Zukunft an ihm festhalten. Das ist so, als würde sich der Lenker eines Fahrzeuges weigern, das Steuerrad bei der Kurve einzuschlagen, mit der Begründung, das sei ja auf der geraden Strecke auch nicht nötig gewesen.

Hannes Friedli

Badstrasse 27, 9410 Heiden

klARtext – gesprochen

Der Regierungsratswahlkampf wird jetzt noch aufgefrischt mit einer «Zeitung für ein ausgewogenes AusserRhoden – aus Liebe zum Land». Und hier wird Klartext gesprochen, wie er ja sein muss für die Herausgeber. Voll mit positiven Leserbriefen und Texten für die Kandidatin in den Regierungsrat. Mitfinanziert sicher mit den Veröffentlichungen der Inserate. Und hier steht im Kästchen vom Gewerbeverein Bühler: «Für eine gewerbefreundliche Regierungsrätin, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt.»

Und blickt man auf der gleichen Seite nach rechts unten, traut man seinen Augen kaum, denn hier stehen unter Impressum die Herausgeber der Zeitung und wer den Druck ausgeführt hat, nämlich «Druckerei Appenzeller Volksfreund, Appenzell». Nun kann jeder seine Gedanken über die erwähnten Schlagwörter und Anpreisungen machen, aber hier hat die SVP ein Eigentor geschossen – oder weiss sie nicht mehr, wo Ausser-oder Innerrhoden ist?

Rolf Wild, Landsgemeindeplatz 7c, 9043 Trogen

klARtext niveaulos

Das überparteiliche Komitee «Inge Schmid in den Regierungsrat», Herisau, publizierte in seiner am Donnerstag in alle Haushalte versandten Gratiszeitung dem üblichen SVP-Niveau leider einmal mehr Entsprechendes. Darin wird unter anderem die «Moralisch korrekte Vergangenheit» von Paul Signer in Frage gestellt (siehe grauer Kasten 1. Seite). Dies ist eine ehrverletzende Frechheit sondergleichen! Immerhin ist die Selbsterkenntnis der SVP-Strategen auf Seite 3 der gleichen Ausgabe überraschend gross. So ist unter dem Foto der stets lächelnden Kandidatin der aufschlussreiche Text zu lesen, Zitat: «Als Regierungsrätin wird sie (Inge Schmid) jedoch nicht nach Parteiprogramm (gemeint jenes der SVP) arbeiten, sondern zum Wohle der Ausserrhoder Bevölkerung.» So viel zum Thema «SVP Parteiprogramm» von der SVP selbst. Zudem machen die SVP-Strategen damit ebenfalls entgegen ihrer eigenen Leserbriefkanonade für einmal klar, dass es sich bei diesen Majorzwahlen in den Regierungsrat eben um Kopf- und nicht Parteiwahlen handelt.

Die Sau, welche die SVP in gewohnter Manier einmal mehr durchs Dorf treibt, ist Grund genug, nicht nur aus Liebe zum Land, sondern besonders aus Liebe zu den Leuten zur Urne zu gehen, die sich trotz der leider immer vermehrt zu erwartenden Angriffe aus der untersten Schublade der SVP noch als Kandidaten das antun, sich gegen die allgemeine Verrohung und Verblödung in der Politik einsetzen zu wollen! Ihre Stimme zählt.

Stefan Schläpfer

St. Gallerstrasse 8, 9038 Rehetobel

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