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Sightseeing auf der Schwägalp

Herbstwetter
Patrik Kobler
Am Samstagvormittag gab es Nebel statt Sonnenschein. (Bild: PK)

Am Samstagvormittag gab es Nebel statt Sonnenschein. (Bild: PK)

Eigentlich wollen wir am Samstag auf der Schwägalp das geschäftige Treiben mitverfolgen, weil das schöne Herbstwetter die Besuchermassen in die Berge lockt. Doch Fehlanzeige: Der Säntis hüllt sich am Vormittag in Nebel. Statt Sonnenschein gibt es bloss ödes Grau. Ausserdem ist es windig und kalt. Bei diesen Bedingungen kann natürlich kein Ansturm erwartet werden.

Doch statt unverrichteter Dinge ins Tal zurückzukehren, vertreten wir uns etwas die Beine. Schliesslich ist es auf der Schwäg­alp bei jedem Wetter schön. Das Hotel lassen wir links liegen und machen uns auf Richtung Chammhalden. Beim Wegweiser bleiben wir stehen und studieren die Marschzeiten. Bis auf den Kronberg ist es dann doch etwas weit – schliesslich werden wir zu zu Hause zum Zmittag zurückerwartet. Derweil dreht auf dem fast leeren Parkplatz ein Schwyzer mit seinem BMW Runden. Auf unserer Höhe bleibt er stehen und gestikuliert mit den Händen. Er scheint seinem Beifahrer etwas zu erklären. Sightseeing auf der Schwägalp. Wir gehen weiter zur Alp Hinterer Zwei Gemmer, wo gerade ein neuer Alpstall erstellt wird. Inzwischen sind wir ganz allein unterwegs. Gerade als man dem Herrgott ein paar freundliche Dankesworte für die Ruhe diktieren möchte, ertönt hinter uns eine Stimme. Es ist offensichtlich ein Zürcher. Läck Bobi. Er ist am Telefon und findet etwas «ziemlich geil». Bevor wir herausfinden, was genau er so toll findet, lassen wir ihn überholen. Mit der Ruhe ist es aber endgültig vorbei. Immer neue Leute tauchen auf – der Wanderweg zum Kronberg scheint auch bei diesem Wetter gut begangen. Wir hingegen wenden kurz vor der Kantonsgrenze und kehren zur Schwägalp zurück. Auf dem Parkplatz haben sich inzwischen Männer in orangen Leuchtwesten postiert. Sie weisen die Autofahrer zu den Parkplätzen. Es ist zwar kein Besucheransturm, aber vor dem Mittag ist doch einiges los; auch die Schwebebahn scheint aus der Distanz betrachtet gut gefüllt.

Als wir längst wieder zu Hause sind, erreichen uns in den sozialen Medien Bilder vom Säntisgipfel oben. Der Nebel hat sich verzogen, jetzt lacht die Sonne. «Ziemlich geil», würde der Zürcher sagen.

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

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