Siegreich in hektischem Spiel

Unihockey Voller Elan startete der UHC Herisau gestern ins Spiel gegen den Tabellenletzten Jump Dübendorf. Nach rund acht Minuten lagen die Appenzeller bereits mit drei Toren im Vorsprung. Der Trainer der Gastmannschaft reagierte und nahm nach dem dritten Gegentor ein frühes Time-out.

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Unihockey Voller Elan startete der UHC Herisau gestern ins Spiel gegen den Tabellenletzten Jump Dübendorf. Nach rund acht Minuten lagen die Appenzeller bereits mit drei Toren im Vorsprung. Der Trainer der Gastmannschaft reagierte und nahm nach dem dritten Gegentor ein frühes Time-out.

Die Dübendorfer hatten von Spielbeginn an das ihrige zum Zwischenresultat beigetragen. Nach teils fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters kochten die Emotionen bei der Gastmannschaft hoch. Diskussionen nach den Foulpfiffen waren an der Tagesordnung. Irgendwann war es zu viel des Guten – ein lauter und vehementer Pfiff schrillte durch die Turnhalle im Sportzentrum. Severin Imper erhielt eine 10-Minuten-Strafe wegen Unsportlichkeit, einer seiner Teamkollegen gleichzeitig eine 2-Minuten-Strafe wegen Reklamierens. Das Ergebnis: Zeitweise waren vier Spieler von Jump Dübendorf auf der Strafbank. Bei den Zürcher Spielern und dem Trainer kamen ob der häufigen Spielunterbrüche und zahlreichen Strafen kleinere Unsicherheiten auf. Die Spieler des UHC Herisau hingegen behielten in dieser hektischen und umkämpften Phase des ersten Drittels einen kühlen Kopf, agierten effizient und nutzen ihre 3-zu- 5-Überlegenheit zum 2:0-Treffer. Nur wenige Sekunden später bauten sie den Vorsprung auf drei Tore aus. Die Rede des Dübendorfer Trainers hatte allerdings ihre Wirkung nicht verfehlt: Kurz nach dem Time-out schossen die Dübendorfer den ersten Anschlusstreffer.

Umkämpfte Schlussphase mit zwei Toren

Nach dem ersten Drittel hatte sich das Spiel ein wenig beruhigt. Die Mannschaften waren grösstenteils ausgeglichen. Herisau bezeugte allerdings Mühe im Mittelfeld – die Dübendorfer konnten sich einige Male problemlos bis vors Tor vorkämpfen. Die gute Verteidigung und das beherzten Eingreifen des Herisauer Goalies verhinderten, dass Dübendorf nicht mehr Tore schoss. Aber auch die Herisauer spielten sich Chancen heraus.

Den knappen Vorsprung der Dübendorfer holten die Herisauer gleich zu Beginn des dritten Drittels wieder auf. Löhrer traf für die Hinterländer einen Penalty. Kurz darauf schoss Hess den erneuten Führungstreffer. Um ihre Chancen zu wahren, wechselte Dübendorf den Goalie in der hartumkämpften Schlussphase gegen einen Feldspieler ein. Dadurch gelang den Herisauern in der 60. Minute der Treffer zum 7:5-Schlussresultat. (pag)

UHC Herisau – Jump Dübendorf 7:5 (4:3, 0:2, 3:0)

Sportzentrum Herisau – 75 Zuschauer – Sr. Schwarzwälder/Brander

Tore: Wetter (Rüesch) 1:0. 7. Blaser (Hug) 2:0. 8. Zellweger (Wolf) 3:0. 10. Gabriel (Grin) 3:1. 14. Blaser (Löhrer) 4:1. 15. Heller 4:2. 19. Huber (Peduzzi) 4:3. 25. Steinmetz (Imper) 4:4. 29. Steinmetz (Fetz) 4:5. 45. Löhrer 5:5. 53. Hess (Rüesch) 6:5. 60. Löhrer 7:5.

Herisau: Brunner, Zellweger, Blaser, Löhrer, l. Rüesch, A. Rüesch, Wyss, Wetter, Romualdi, Meier, Germann, Stern, Zwissler, Keller, Schwarz, Hug, van Haaften, Wolf, Hess, Sandmeier.

Dübendorf: D. Gabriel, Simon Imper, Huber, de Ruiter, Peduzzi, Heller, Wüst, Fetz, Grin, Aepli, Lombris, Alvarez Gomez, M. Gabriel, Severin Imper, Steinmetz, Murer, Jänchen, Schanz.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Herisau. 6mal 2 Minuten, 1mal 10 Minuten (Imper) gegen Jump Dübendorf.