Sieg und Bestweite für Pascal Egloff

Im französischen Chaux-Neuve, nahe der Schweizer Grenze, wurden die letzten zwei Skisprung-Wettkämpfe der Helvetia Nordic Trophy durchgeführt. Die Serie begann im letzten Juli auf Matten und wurde nun mit dem Finale bei guten Schnee-Bedingungen abgeschlossen.

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Im französischen Chaux-Neuve, nahe der Schweizer Grenze, wurden die letzten zwei Skisprung-Wettkämpfe der Helvetia Nordic Trophy durchgeführt.

Die Serie begann im letzten Juli auf Matten und wurde nun mit dem Finale bei guten Schnee-Bedingungen abgeschlossen. Da keine anderen wichtigen internationalen Veranstaltungen gleichzeitig stattfanden, nahmen alle Schweizer JO und Junioren daran teil.

Bei den Jüngsten (U10) waren diesmal, vermutlich wegen der sehr langen Anreise, nur wenige Teilnehmer am Start. Cassandra Johnson aus Ebnat-Kappel belegte auf der kleinen Schanze die guten Ränge zwei und drei, was in der HNT-Gesamtwertung zum fünften Rang unter 20 Teilnehmern reichte. Auch bei den U12, die auf der 60-Meter-Schanze sprangen, waren nur ein halbes Dutzend anwesend. Der Grabser Levin Zelger belegte mit konstanten Sprüngen zwischen 44 und 45,5 Metern die Ränge vier und fünf, womit er die lederne Medaille in der Jahreswertung unter nicht weniger als 23 Teilnehmenden erreichen konnte. Leider konnte der seit ein paar Wochen verletzte Roman Giezendanner wiederum nicht teilnehmen. Trotz seiner Absenzen belegte er in der Gesamtwertung Rang zwölf.

Erja Zelger am weitesten

Da Erja Zelger mehrfach für internationale Mädchen-Wettkämpfe aufgeboten wurde und sich dort beachtlich halten konnte, musste sie einige HNT-Wettkämpfe auslassen. An diesem Wochenende konnte sie sich wieder einmal mit den Knaben messen und hielt sich mit den Rängen vier und fünf beachtlich. Am Sonntag zeigte sie mit dem weitesten Sprung von 57 Metern, dass eigentlich mehr drin gelegen wäre. Sie belegte damit in der Gesamtwertung der U14-Kategorie, trotz den Ausfällen, Rang sechs unter 22 Teilnehmern. In dieser Kategorie, die ebenfalls auf der 60-Meter-Schanze ausgetragen wurde, konnten sich die in Chaux-Neuve fehlenden Markus Bollhalder als Neunter und Silvan Feurer als Dreizehnter auszeichnen lassen.

In der Kategorie U16 war vom OSSV nur Daniel Zelger, der älteste der Grabser Springerfamilie, am Start der Grossschanze. Ihm lief es mit Weiten zwischen 82 und 87 Metern und als zweimal Sechstplazierter nicht mehr ganz so gut wie Anfang Winter, als er einige Podestplätze erreichen konnte. Trotzdem fehlten ihm als Vierter nur vier Punkte für das Podest der Jahreswertung.

Gute Ostschweizer Leistungen

In der anzahlmässig grössten Kategorie der Junioren sah man die schönsten und weitesten Sprünge und einen packenden Wettkampf. Vor zwei Wochen feierten Pascal Sommer, Adrian Schuler, Pascal und Luca Egloff an der Junioren-WM in der Türkei einen schönen sechsten Rang im Team, noch vor den grossen Skispringer-Nationen aus Japan, Finnland und Russland. Am Samstag mussten sie sich aber in dieser Reihenfolge vom Westschweizer Olivier Anken geschlagen geben. Die Gebrüder Egloff hatten beide einen mässigen ersten Sprung, konnten sich aber mit weiten Sätzen im zweiten, Pascal auf 110 Meter, als Vierter und Luca mit 112,5 Metern als Fünfter, gemeinsam neben das Podest stellen. Eine sehr gute Leistung bot auch Manuel Rüegg vom Ricken. Er sprang mit 104,5 und 102 Metern auf den siebten Rang im ersten Wettkampf und mit 108,5 und 98,5 Metern sogar auf den sechsten Rang in der zweiten Konkurrenz.

Beinahe schwer gestürzt

Der erst 16jährige Luca Egloff ist dem Alter entsprechend meist noch ziemlich unkonstant. Manchmal zeigt er Supersprünge und dann wieder total verhaute. Dies bewies er am Sonntag in extremis. Der erste Sprung auf 105,5 Meter war für ihn schon durchschnittlich, aber der zweite katastrophal. Infolge einer Anlaufhocke mit extremer Vorlage, stürzte er beinahe kopfüber über den Schanzentisch. Mit einer akrobatischen Leistung konnte er einen Sturz knapp vermeiden, landete aber bereits bei 26,5 Metern.

Seinem 19jährigen älteren Bruder Pascal lief es genau gegensätzlich. Im ersten Sprung zeigte er mit 115,5 Metern den weitesten Sprung des Wochenendes und sicherte sich mit 108,5 Metern im zweiten Sprung in seinem letzten Wettkampf als Junior den Tagessieg. Eine Jahreswertung wurde in dieser Kategorie nicht erstellt.

Paul Egloff

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