Sieg, aber nicht überzeugend

Viertligist Ebnat-Kappel überstand den Rückrundenstart dank eines 1:0-Sieges gegen Abstiegskandidat Glarus schadlos. Zu überzeugen vermochte der Tabellenzweite aber nicht.

Walter Züst
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Roger Büsser (Nr. 19) leitete mit einem Scharfschuss in der 62. Minute den entscheidenden Treffer ein. (Bild: Walter Züst)

Roger Büsser (Nr. 19) leitete mit einem Scharfschuss in der 62. Minute den entscheidenden Treffer ein. (Bild: Walter Züst)

FUSSBALL. «Im Sommer waren wir gegen Ebnat-Kappel im heimischen Buchholz sowohl im Cup (1:4) als auch im Punktspiel (0:3) chancenlos, heute sieht es um einiges besser aus», dies das Pausen-Fazit von Gabriel Koni, Präsident des FC Glarus. Am Samstag entsprach das 0:0 zur Halbzeit dem Gezeigten und liess die Gäste auf einen Punktgewinn und damit auf etwas «mehr Luft» im Kampf ums Überleben hoffen. Daran änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten wenig. Die Ebnat-Kappler gingen in der 62. Minute durch Qalaj zwar in Führung, sie versäumten es aber nachzulegen und liessen so den Gästen bis zuletzt ein «Türchen» offen. Gelegenheiten, dieses aufzustossen, ergaben sich in der Folge aber nur ansatzweise. So hat man sich beim Glarner Traditionsclub (mit Vergangenheit in der Nationalliga B, der 1. Liga, 2. Liga Interregional und 2. Liga) weiter mit dem Gespenst 5. Liga herumzuschlagen. Drei Punkte trennen die Glarner Hauptstädter als Tabellenneunte vom Abstiegsplatz.

Verkrampfte Angelegenheit

Der schwungvolle Beginn mit dem starken Rush Ledergerbers in der siebten Spielminute weckte Hoffnungen, dass auch das dritte Aufeinandertreffen zu einer klaren Sache werden könnte. Weit gefehlt! Mit dem Anfangsfeuerwerk war es bald vorbei. Die Platzherren verzeichneten zwar weiter mehr Ballbesitz, im gemächlichen Spiel nach vorne wollte aber kaum etwas gelingen. Keine spielerische Überzeugung, weit weg von Dominanz und in der Gesamtheit mit nur magerem Unterhaltungswert.

Steigerung nach der Pause

Ob die Worte von Trainer Jürg Stadelmann den Ausschlag gaben, weshalb die Platzherren nach der Pause besser in die Gänge kamen? Zuerst prüfte Qalaj den gegnerischen Schlussmann mit einem Distanzschuss (55.), sieben Minuten später stand die Sturmspitze goldrichtig, um den Abpraller über die Linie zu drücken (1:0). Gelegenheiten, den «Sack» zuzumachen, boten sich in der Folge Anderegg (65.), Ledergerber (89.) und Y. Tschumper (92.), es blieb aber beim knappen Vorsprung. Schlussmann Rohner erlebte einen relativ entspannten Abend, musste aber doch zweimal wach sein (61. und 85. Minute), damit nichts anbrannte. – Drei Punkte, das war an diesem Tag das Wichtigste! Noch etwas Positives gibt es zu vermerken: Nach Personalproblemen in der harzigen Vorbereitung war die Auswechselbank mit fünf Akteuren geradezu feudal besetzt!

Matchtelegramm: Ebnat-Kappel I – Glarus I 1:0 (0:0). – Sportplatz Untersand. – 80 Zuschauer. – SR: Mentor Sahiti. – Tor: 62. Qalaj 1:0. Ebnat-Kappel I: Rohner; Rütsche, S. Büsser, Brunner; Stäheli (92. C. Tschumper), R. Büsser, Anderegg, Mikulanin (60. Landert); Ledergerber (90. D. Aerne); Qalaj (76. Elezi), Y. Tschumper. – Auf der Bank: Bawidamann, Thoma (ET). – Abwesend: Schälli, Hinterberger, A. Blatter, R. Blatter, S. Aerne, Bucher, Steiner (alle verletzt). Bemerkungen: Stäheli und zwei Glarner sahen gelb. – Sehr faires Spiel. – Die «Nordkurve» fehlte an diesem Abend.