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Schönengrunder Lehrerin verlässt
das «Goldene Dreieck»

Nach 28 Jahren als Lehrerin für Textiles Werken ist Hedi Knaus pensioniert. Die ehemalige Gemeindepräsidentin blickt mit Wehmut zurück und freut sich auf einen neuen Lebensabschnitt.
Jesko Calderara
Hedi Knaus hat ihren Arbeitsplatz bei der Schule Schönengrund geräumt. (Bild: CAL)

Hedi Knaus hat ihren Arbeitsplatz bei der Schule Schönengrund geräumt. (Bild: CAL)

Seit Jahren ist das «Goldene Dreieck» in Schönengrund das Wirkungsfeld von Hedi Knaus. Als ehemalige Gemeindepräsidentin ging sie jahrelang im Gemeindehaus ein und aus, ihr Wohnhaus und das Schulhaus liegen in direkter Nachbarschaft. Den Arbeitsplatz räumte die Lehrerin für Textiles Werken allerdings in den letzten Tagen nach 28-jähriger Tätigkeit. Knaus ist seit heute pensioniert. «Es ist für mich ein spezieller Augenblick.» Sie freue sich aber auf den neuen Lebensabschnitt, zumal ihr Mann bereits vor einiger Zeit in den Ruhestand gegangen ist.

Beim Gespräch im Lehrerzimmer ist von der anstehenden Pensionierung nur wenig zu spüren. Auch die letzten Tage ist Knaus noch voll in den Schulalltag eingebunden, wenn sie Schülern Auskunft erteilt oder für Lehrerkollegen letzte Arbeiten für den bevorstehenden Schulabschluss erledigt.

Solche Kontakte schätzt die gebürtige Rheintalerin mit ihrer direkten und unkomplizierten Art. Egal, ob es um Kostüme für den Fasnachtsumzug oder sonst was gegangen sei, auf Hedi Knaus habe man sich immer verlassen können, sagt Alex Porta, Schulleiter der Primarschule Schönengrund-Wald. «Zudem war ihr Fachwissen im Bereich Textiles Gestalten unendlich.» Darüber hinaus hebt Porta das aufgeschlossene und humorvolle Naturell seiner langjährigen Mitarbeiterin hervor.

Viele Veränderungen in der Schule erlebt

Knaus ist in Berneck aufgewachsen und kam 1980 durch Heirat nach Schönengrund. Nach einer Tätigkeit in St. Peterzell übernahm sie 1990 eine Aushilfsstelle in der Hinterländer Gemeinde. Bereut hat sie diesen Schritt nie. In Schönengrund unterrichtete Knaus in einem 50-Prozent-Pensum. Sie schwärmt von der überschaubaren, aber dennoch gut ausgestatteten Schulanlage mit dem angrenzend ans Grün gelegenen Sportplatz. Auch das konstruktive Arbeitsklima und der Umgang mit Eltern und Schülern werde ihr besonders positiv in Erinnerung bleiben.

In den letzten beinahe drei Jahrzehnten hat Knaus so manche Veränderungen erlebt, dazu gehören beispielsweise die Einführung des Lehrplans, neue Instrumente wie Evaluationen und der Unterricht in integrierten Klassen. Allgemein empfinde sie die Zeiten heute als schnelllebiger, in denen die Schule vergleichsweise mehr im Fokus stehen würde. Die Grundlagen des Textilen Werkens sind allerdings gleich geblieben. Dass dieses Fach nach wie vor auf dem Unterrichtsplan steht, hält die ausgebildete Handarbeitslehrerin für wichtig. Zu einer ganzheitlichen Bildung gehörten auch Tätigkeiten mit den Händen, sagt Knaus. Dabei werde der Durchhaltewille der Kinder gestärkt. Die sichtbaren Erfolgserlebnisse während des Unterrichts würden vor allem schwächeren Schülern Selbstvertrauen geben.

Reisen und die Pflege der Familie

Jahrelang war Knaus gleichzeitig in einem 30-Prozent-Pensum als Gemeindepräsidentin und teilzeitlich als Lehrerin tätig. Eine spezielle Konstellation, die aber gut funktioniert habe, wie sie rückblickend feststellt. In Schönengrund ist die Primarschule zusammen mit dem St. Galler Dorfteil St. Peterzell-Wald in einem Zweckverband organisiert. Die Einwohnergemeinde Schönengrund und die politische Gemeinde Neckertal steuern die finanziellen Mittel bei und stellten Mitglieder im Schulrat.

Für die frisch gebackene Pensionärin beginnt nun eine neue Lebensphase. Sie will die Zeit für Reisen mit dem Camper, den grossen Garten und für die Familie, zu der ein Grosskind und die über 101-jährige Mutter gehören, nutzen.

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