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Sie stricken für einen guten Zweck

Im Jugendhaus der evangelischen Kirche St. Peterzell trifft sich regelmässig eine Gruppe älterer Damen zum Stricken. Die entstandenen Kleidungsstücke werden im November an hilfsbedürftige Kinder und Erwachsene in der Schweiz verschickt.
Lucas Lüdi
Ida Reggli Mitglied der Strickgruppe

Ida Reggli Mitglied der Strickgruppe

ST. PETERZELL. Kappen, Schals, Socken, Decken und Kinderkleider. Diese Dinge entstehen während vieler Stunden Strickarbeit im Jugendhaus der evangelischen Kirche St. Peterzell. Jeweils am letzten Montag im Monat treffen sich mehrere ältere Damen und widmen sich der Wolle und den Stricknadeln. Ihr Ziel ist es, hilfsbedürftigen Menschen in der Schweiz zu helfen. Zu diesem Zweck werden die fertigen Kleidungsstücke an den Verein Ameisen versandt, der in der Schweiz lebende Menschen in Not finanziell oder materiell unterstützt. Die weiteren Sachen der Strickgruppe gelangen in ein Kinderheim in Solothurn.

Unmengen an Wolle

Die Idee, hilfsbedürftige Menschen mit selbstgestrickten Kleidern zu unterstützen, stösst bei vielen auf offene Ohren. Deshalb erhält die Strickgruppe von Leuten aus der Umgebung grosse Mengen an Wolle. Auch der Raum im Jugendhaus der evangelischen Kirche St. Peterzell steht den Damen gratis zur Verfügung. Mit einem grossen Tisch, gemütlichen Sofas, einer kleinen Küche und einer Toilette bietet das Jugendhaus alles, was die Strickgruppe benötigt. So lässt es sich gemütlich und gleichwohl produktiv arbeiten.

Im November werden die Kleidungsstücke abgeschickt. «Wir könnten gut und gerne vier Wäschekörbe füllen», erklärt Regina Steiger, Mitglied der Strickgruppe und Präsidentin der Alterskontaktkommission St. Peterzell. Die fertigen Stricksachen werden zu Hause bei Heidi Brunner – Aktuarin der Strickgruppe und Vorstandsmitglied der Alterskontaktkommission St. Peterzell – aufbewahrt. Doch schon bald gelangen die Kleider zu ihren neuen Besitzern, welche sich wohl sehr über die wärmenden Wolle-Geschenke freuen dürften.

Gute Stimmung

Die zehn Damen diskutieren an diesem Nachmittag über allerhand Themen. Erinnerungen an die frühere Zeit, die Jugend von heute und deren Umgang mit den modernen technischen Geräten bieten ihnen immer wieder neuen Gesprächsstoff. «Wir sprechen über alles Mögliche, trinken dazu Kaffee und essen Kuchen. Die Stimmung ist angenehm und behaglich», sagt Heidi Brunner. Die Damen stricken aber nicht nur an diesem Nachmittag, sondern auch zu Hause. Das unterstreicht ihren Wunsch, benachteiligten Menschen zu helfen. Dass die Damen einen unterhaltsamen Nachmittag miteinander erleben, ist reine Zugabe.

Rumänien beliefert

Bereits diesen Sommer verschickte die Strickgruppe Kleidungsstücke, damals jedoch nach Rumänien. Heidi Brunner wirft jedoch ein: «Wir haben das Gefühl, dass es auch in der Schweiz genug arme Menschen gibt, die man unterstützen sollte.» Aus diesem Grund möchten die Frauen ihre Stricksachen künftig nur noch innerhalb der Schweiz verschenken. Pünktlich, wenn der Winter Einmarsch hält, sollen die warmen Kleider angekommen und verteilt sein.

Zwölf Damen (hier zehn) aus St. Peterzell und Umgebung sind in der Gruppe «50plus – Stricken für einen guten Zweck» dabei. (Bild: Lucas Lüdi)

Zwölf Damen (hier zehn) aus St. Peterzell und Umgebung sind in der Gruppe «50plus – Stricken für einen guten Zweck» dabei. (Bild: Lucas Lüdi)

Für bedürftige Menschen in der Schweiz: Schon bald werden die selbstgemachten Kleidungsstücke für die kalte Jahreszeit verschenkt. (Bild: pd)

Für bedürftige Menschen in der Schweiz: Schon bald werden die selbstgemachten Kleidungsstücke für die kalte Jahreszeit verschenkt. (Bild: pd)

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