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Sie sind keine Zierde

«Windräder zieren die Ebenen», Ausgabe vom 29. November
Willi Höhener, Gais

Die beiden 200 Meter hohen Windturbinen Honegg werden ganz sicher keine Zierstücke in der schönen Hügellandschaft sein. Ich bin auch überzeugt, dass in der Schweiz der unzuverlässige Windstrom nie einen wesentlichen Teil des Strombedarfs decken kann. Ich habe darum zur Energiestrategie nein gestimmt. Diese beiden Turbinen werden pro Tag zirka 0 bis 170 000 kWh Strom erzeugen. Die 3 500 Haushalte benötigen im Schnitt, jeden Tag zirka 35 000 kWh. Was, wenn die Turbinen 0 kWh bringen, leben die Haushalte im Dunkeln? Was passiert mit dem Überfluss von 135 000 kWh an windintensiven Tagen? Wir benötigen Pump-Speicherwerke mit den Transportleitungen, was hohe Kosten verursacht. Der Wind AG wurde ein Abnahmepreis von 21,5 Rp./kWh zugesichert. Für den Strommix, SAK Graustrom, bezahlen wir im Schnitt einen Energiepreis von rund sieben Rp./kWh. Der Mehrpreis beträgt somit 14,5 Rp./kWh, oder für den Jahresertrag der beiden Turbinen zirka 1,8 Millionen Franken. Sind die 3 500 Haushalte bereit, diesen Mehrpreis von je 514 Franken pro Jahr zu übernehmen, wenn sie schon sagen, die Turbinen versorgen 3 000, nach Angaben der Appenzeller Wind AG 3 500 Haushalte, oder wer bezahlt diese 1,8 Millionen, zuzüglich Speicherkosten? Wer möchte gerne so nahe, nur 300 Meter von diesen 200 Meter-Monstern leben? Gesundheitliche Schäden für Anwohner wegen des Infraschalls sind nicht ausgeschlossen und ein dauerndes Geräusch wird auf dieser Distanz hörbar sein. Was immer verschwiegen wird, das sind die Treibhausgas-Emissionen bezogen auf die gesamte Produktionskette. Die Windturbinen inklusive Speicherung erzeugen einen Mehrausstoss gegenüber dem derzeitigen Strommix von zirka 323 Tonnen im Jahr. Also was bringen uns die Turbinen? Luftverschmutzung, Schäden an Landschaft und Gesundheit, Gefahr für Vögel und Fledermäuse, hohe Kosten, aber keine zuverlässige Stromversorgung.

Willi Höhener, Gais

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