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Sie haben gewonnen!

Ich nehme kaum an Verlosungen teil. Ich gewinne ja nie. Wenn ich an einer Veranstaltung «Lösli» kaufe, tue ich es denen zuliebe, die sie verkaufen. Wenn mir telefonisch jemand eine Million Franken schenken will, falls ich…, so lehne ich dankend ab.

Ich nehme kaum an Verlosungen teil. Ich gewinne ja nie. Wenn ich an einer Veranstaltung «Lösli» kaufe, tue ich es denen zuliebe, die sie verkaufen. Wenn mir telefonisch jemand eine Million Franken schenken will, falls ich…, so lehne ich dankend ab. Kürzlich aber hat's mich erwischt. Die Frau, die mich anrief, sagte, dass in ihrer Firma jeweils bestimmte Vornamen aus dem Telefonbuch ausgelost würden.

«Sie heissen doch Esther? Sie haben eine Gesundheits-Matratze im Wert von nahezu 1000 Franken gewonnen. Sie werden diese nie mehr hergeben wollen, wenn sie einmal darauf geschlafen haben. Wir bringen sie Ihnen, geben Sie uns einen Termin!» «Und die Bedingungen?», fragte ich. «Es ist ein Geschenk.» Ehe ich aber aufhängte, sagte die Frau, dass sie doch eine Bitte hätte, ob ich nicht für den Abend, da mir die Matratze überreicht würde, drei Ehepaare einladen könne, sie müsse etwas Werbung für die Firma machen.

Die Ehepaare bekämen einen Geschenk-Gutschein. «Und wir nehmen an, dass Ihr Partner selbstverständlich auch dabei ist.» Jetzt hatte ich ein Problem. Auch war es mir peinlich, Bekannte einzuladen mit der Bitte, an einer Matratzendemonstration teilzunehmen. Alle, denen ich mein Anliegen vortrug, fingen an zu lachen, und die einen fragten, ob man denn bei mir probeschlafen könne. Ich bekam Absage um Absage. Der Termin rückte näher. Die versprochene Wundermatratze verdarb mir den Schlaf.

Als ich die Firma kontaktierte, war eine andere Frau am Telefon: «Ja, wollen Sie denn die Matratze nicht? Hätten Sie lieber eine Decke? Wir haben auch Gesundheits-Decken. Haben Sie daheim eine Daunendecke?» «Ja», sagte ich. «Das ist aber schlecht. Sie werden krank, bekommen Rheuma. Und haben Sie denn kein Erbarmen mit den armen Gänsen, die bei lebendigem Leibe gerupft werden und blutig…?» Ich sagte das Treffen ab.

So schlafe ich weiterhin auf der alten Matratze, hülle mich in meine Decke und lasse mir den Schlaf nicht mehr durch Werbe-Versprechen rauben.

Esther Ferrari

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