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Ausserrhoder Kulturpreisträgerin erzeugt Magie im Spiel mit Puppen

Die Herisauer Puppenspielerin, Regisseurin und Schauspielerin Kathrin Bosshard hat den sechsten Ausserrhoder Kulturpreis erhalten.
Mea Mc Ghee
Die Herisauer Puppenspielerin Kathrin Bosshard erhält aus den Händen von Alfred Stricker, Vorsteher des Departementes Bildung und Kultur, den Ausserrhoder Kulturpreis. (Bilder: Hannes Thalmann)

Die Herisauer Puppenspielerin Kathrin Bosshard erhält aus den Händen von Alfred Stricker, Vorsteher des Departementes Bildung und Kultur, den Ausserrhoder Kulturpreis. (Bilder: Hannes Thalmann)

Kathrin Bosshard vertritt eine traditionsreiche und faszinierende Kunstform, die oft unterschätzt wird, erklärte Laudatorin Anina Barandun, anlässlich der Verleihung des Ausserrhoder Kulturpreises. Im Beisein von Ständerat Andrea Caroni, Kantonsratspräsidentin Katrin Alder sowie den Regierungsräten Alfred Stricker und Yves Nöel Balmer und rund 200 Gästen durfte Kathrin Bosshard am Donnerstag im Casino Herisau die Auszeichnung in Empfang nehmen. Das «Markus Bischof Trio» umrahmte die Feier musikalisch.

Von Adam und Eva zu Pinocchio

Laudatorin Anina Barandun.

Laudatorin Anina Barandun.

Barandun, Redaktionsleiterin Hörspiel und Satire von SRF Kultur, würdigte die Preisträgerin in fünf Akten. «Ist Gott ein Puppenbauer?», fragte sie. Habe doch Gott Adam aus Erde geschaffen und Eva aus einer Rippe. Erwähnt wurde auch die Puppe Pinocchio, die zum lebendigen Jungen wurde. «Kathrin belebt und beseelt ihre Puppen durch präzise Impulse, so dass sie scheinbar atmen», beschrieb Barandun das Können der Preisträgerin. «Kinderglück» nannte sie den zweiten Akt, zu Bosshards Werdegang; Kindheit in einem musisch-kreativen Elternhaus in Herisau, erste Erfahrungen als Puppenspielerin am Lehrerseminar in Kreuzlingen.

Zauberkraft der Stimme entdeckt

Kathrin Bosshard habe während des Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin die Zauberkraft der Stimme entdeckt. Sie erforschte das weite Land der Stimme – ein Schlüsselerlebnis. Ihre Stimme überzeuge durch Klarheit und Wandelbarkeit. Im vierten Akt wurde die Gründung von Kathrin Bosshards Theater Fleisch und Pappe im Jahr 2000 genannt. Sechs Kinderstücke hat die Herisauerin bisher geschrieben, aber auch Werke für Erwachsene. Solostücke, Auftritte mit Ensembles, Regiearbeit, Tätigkeit als Dozentin kommen hinzu.

Interaktion zwischen Schauspielerin und Puppe

In ihrem Spiel schlüpfe sie immer wieder in Rollen und interagiere mit den Puppen. Anina Barandun beschreibt:

«Wenn sich Puppe und Spielerin in die Augen sehen, entsteht grosse Magie. Dann kann alles passieren. Dann steht die Welt still.»

«Der Preis», das ist der fünfte Akt. Die Ausserrhoder Regierung beweise grosses Kunstverständnis, indem sie Kathrin Bosshard in die Gilde der Kulturpreisträger aufnehme. Die Laudatorin zitierte Worte der Preisträgerin: «Jetzt bin ich angekommen, wo ich hin wollte. Jetzt bin eine Künstlerin. Jetzt kann ich anfangen.»

Sechste und jüngste
 Preisträgerin

2008 vergab Ausserrhoden erstmals den mit 25 000 Franken dotierten Kulturpreis. Er sei «Anerkennung für einen exzellenten Beitrag ans Leben im Appenzellerland», so Alfred Stricker, Vorsteher des Departementes Bildung und Kultur. Die bisherigen Preisträger Noldi Alder, Hans Schweizer, Rosmarie Nüesch, Paul Giger und Helen Meier seien auch Botschafter des Appenzellerlandes. «Kathrin Bosshard spielt souverän auf der Klaviatur der verschiedenen Rollen», lobte Stricker. Die Preisträgerin freute sich sichtlich und bedankte sich bei allen, die sie auf ihrem künstlerischen Weg begleitet und unterstützt haben. Sie sagte: «Der Kulturpreis gibt mir Freiheiten als Künstlerin.»

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