Sich so geben wie man ist

Das Schüür-Team Brunnadern verbrachte Ferientage in Oberstdorf im Allgäu. Am Sonntag, 16. Oktober, war es so weit. 34 Personen mit und ohne Behinderung fuhren bei prächtigem Wetter nach Oberstdorf im Allgäu.

Merken
Drucken
Teilen

Das Schüür-Team Brunnadern verbrachte Ferientage in Oberstdorf im Allgäu.

Am Sonntag, 16. Oktober, war es so weit. 34 Personen mit und ohne Behinderung fuhren bei prächtigem Wetter nach Oberstdorf im Allgäu. Dort angekommen durften wir bei Kaffee und Kuchen die Zimmerschlüssel entgegennehmen. Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte durften sich im Hotel in einem grossen Zimmer einrichten. Andere kamen in Ferienhäuser. Zum Nacht- oder Morgenessen trafen wir uns im Speisesaal. Der Barbesuch bei Susi wurde ein fester Bestandteil der Ferien. Dort wurden bis in die späten Abendstunden nicht nur getrunken, sondern gesungen, getanzt und gelacht.

Am Montagmorgen bei herrlichem Wetter gingen wir ins Oytal. Die Rollstuhlfahrer wurden mit einem Spezialbus gefahren. Der Rest der Gruppe nahm den Ortsbus bis zum Bahnhof. Dort marschierten die einen, die andern wurden auf die Pferdekutsche geladen und die Rollstuhlfahrer rollten vom höchsten Punkt des Tales aus los. Wir trafen uns zuhinterst im Tal im Restaurant. Müde vom Wandern fuhren die Mutigen mit dem Trottinett zurück, die Rollstuhlfahrer rollten, die Fussgänger liefen, und die Pferdekutsche lud alle müden Wanderer auf.

Am Dienstag war das Nebelhorn unser Ziel. So hiess es: Rollstuhlfahrer Spezialbus, Fussgänger Ortsbus, Besammlungsort Talstation Nebelhorn. Es war einfach sensationell. Wir alle hatten einen Spezialeingang und kamen sofort hoch. Hoch in eine Bergwelt, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet war. Sogar den Säntis haben wir erkannt. Nach einer Schneeballschlacht bei der Mittelstation, kehrten wir zurück nach Rubi.

Am Mittwoch war der Schanzentag angesagt. Die Mutigen blieben beim Schanzentisch nicht stehen. Uns zog es hinauf auf die Schanze, wo eine Gruppe der Slowenen das Training absolvierte. Donnerstag war Ruhetag. Aber nicht alle wollten das Bad, die Sauna, den Fitnessraum oder einen Jass im Hotel geniessen. So marschierten oder rollten wir nach Fischen. Der Tag war kalt. Es hatte geschneit. Am Abend war der Bayrische Abend angesagt, mit einem grossen Buffet und Musik. Freitagmorgen, unser Reisecar ist da. Der letzte Schluck Kaffee wird ausgetrunken, und die Ersten schleppen ihre Koffer zum Car. Nach dem Ausflug ins Kleinwalsertal kehrten wir in die Heimat zurück. Die Geselligkeit, das Miteinander-Reden, gemeinsames Singen oder einfach spontan das Zusammensitzen, sich frei zu fühlen, zu tanzen und sich bei allen so zu geben wie man ist, wurde gross geschrieben.

«Und wie ich, fanden auch alle andern in der Gruppe es sehr schön», meinte Lukas Schällibaum. Lukas Schällibaum,

Pascale Koller