Sepp Moser hinterlässt eine gesunde Staatskasse

Die Rechnung 2010 von Appenzell Innerrhoden schliesst 0,5 Mio. Franken im Plus. Darin eingerechnet sind auch hohe ausserordentliche Abschreibungen.

Roger Fuchs
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appenzell. Zum letzten Mal hat gestern Säckelmeister Sepp Moser die Innerrhoder Staatsrechnung präsentiert. Angesichts des Ergebnisses sprach er von «grosser Freude». Der Gesamtaufwand der laufenden Rechnung beträgt 149,7 Mio. Franken, der Ertrag 150,2 Mio. Franken.

Innerrhoden hat letztes Jahr so hohe Mehrerträge erwirtschaftet – vorab bei den Steuern –, dass mit ausserordentlichen Abschreibungen das Verwaltungsvermögen auf null Franken abgeschrieben werden konnte. Sepp Moser wertet dies als gute Ausgangslage für künftige Vorhaben. In der Gesamtrechnung (inklusive Strassen-, Abwasser- und Abfallrechnung) stehen den erwirtschafteten Mitteln von 20,9 Mio. Franken Nettoinvestitionen von 12,5 Mio. gegenüber. Daraus resultiert ein Eigenfinanzierungsgrad von 168 Prozent.

Der abtretende Moser ist überzeugt, dass Innerrhoden auch künftig die Finanzen im Griff haben wird, verweist aber auf unbekannte Parameter wie die Spital- und Pflegefinanzierung, welche von aussen diktiert würden.