Seniorenzentrum Solino ist sehr gut ausgelastet

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Bütschwil Das Regionale Seniorenzentrum Solino in Bütschwil blickt auf ein interessantes ­Geschäftsjahr 2016 zurück und präsentiert einen positiven Rechnungsabschluss. Das Geschäftsjahr schliesst mit einem Ertrags­überschuss von 46000 Franken ab. Es konnten Abschreibungen und Reserven im Umfang von 0,5 Millionen Franken gebildet werden, teilt die Leitung des Seniorenzentrums mit.

Das Solino, eine Institution der Toggenburger Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Mosnang, Wattwil, Lichtensteig, Lütisburg und Oberhelfenschwil, bietet älteren, pflege- oder betreuungsbedürftigen Menschen sämtliche Dienstleistungen aus einer Hand. Dies beinhaltet den stationären Aufenthalt in zeitgemässer Infrastruktur mit 100 Plätzen für Pflege und Betreuung, einen geschützten Wohnbereich für Menschen mit Demenz, Betreutes Wohnen und individuelle Serviceleistungen innerhalb der Wohnüberbauung «Kreuzrain-Park» sowie verschiedene Dienstleistungen für ältere Menschen aus der Region wie zum Beispiel der Mahlzeitendienst.

Delegiertenversammlung am 31. März

Auch für das Jahr 2016 präsentiert das Seniorenzentrum wiederum einen positiven Rechnungsabschluss. Bei einem Umsatz von 8,8 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 46000 Franken ab. Dabei sind Abschreibungen und Reservebildungen im Umfang von 0,5 Millionen Franken bereits berücksichtigt. Der Rechnungsabschluss liegt damit im Rahmen des Budgets, in dem mit einem ausgeglichenen Abschluss gerechnet wurde. Zufolge des tieferen durchschnittlichen Pflegebedarfs ergaben sich Mindererträge bei den Taxen im Umfang von 330000 Franken. Diese konnten mit einem entsprechend tieferen Personal- und Sachaufwand jedoch aufgefangen werden.

Die Abschreibungen und Vorfinanzierungen bewegen sich auf einem guten betriebswirtschaftlichen Niveau. Das Eigenkapital beträgt 3,6 Millionen Franken. Das Seniorenzentrum Solino besitzt somit eine gute finanzielle Substanz für künftige Herausforderungen. Nach zwei Betriebsjahren ohne Tariferhöhungen mussten die Taxen für das laufende Jahr teilweise angehoben werden. Über die Rechnung 2016 und das Budget 2017 wird an der ordentlichen Delegiertenversammlung vom 31. März abschliessend Beschluss gefasst. An dieser Versammlung finden auch die Erneuerungswahlen der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Kontrollkommission für die Amtsdauer 2017 bis 2020 statt.

Gute Auslastung – hohe Nachfrage

Im vergangenen Jahr ergab sich für die 100 Betten mit 98,4 Prozent (Vorjahr 97,6 Prozent) eine sehr gute Auslastung. Die Nachfrage für einen Aufenthalt im Solino ist nach wie vor sehr gut, jedoch geprägt von grösseren Schwankungen. Es gab kurze Phasen mit leeren Betten und wieder mehrheitlich Phasen, in denen das Angebot die Nachfrage nicht abzudecken vermochte. Die überwiegende Mehrheit der Interessierten wünscht Einerzimmer.

Gestiegen ist auch die Nachfrage nach geschützten Plätzen für Menschen mit Demenz. Der Wohnbereich im Solino mit zehn geschützten Plätzen ist seit der Eröffnung im Jahre 2007 praktisch immer zu 100 Prozent belegt. Von den Bewohnerinnen und Bewohnern, die per Ende 2016 im Solino wohnten, betrug das Durchschnittsalter 87,8 Jahre und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 3,44 Jahre.

Herzenswünsche erfüllen – Zeit schenken

Gestützt auf Analysen, interne Impulse sowie sich abzeichnende zukünftige Bedürfnisse und Angebote im Bereich Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter haben sich Verwaltungsrat und Geschäftsleitung intensiv mit der Zukunft des Seniorenzentrums Solino auseinandergesetzt. Es wurde eine längerfristige Strategie formuliert mit nachhaltigen Zielsetzungen zu den Themenbereichen Dienstleistungen, Qualität, Kundenorientierung, Kommunikation, Mitarbeitende und Finanzen. Das Solino soll für die Bewohnenden und die Mitarbeitenden eine Vorzeigeinstitution im Toggenburg sein und bleiben.

Auch in der neuen Strategie hat die Herzlichkeit im Solino eine zentrale Bedeutung. Mit dem Jahresmotto 2016 «Gelebte Herzlichkeit – erfüllte Wünsche» und insbesondere mit Aktion «Herzenswünsche» konnte bereits viel Freude bereitet werden. Dieses Jahresmotto wird auch dieses Jahr fortgesetzt, allerdings mit dem neuen Schwerpunkt «Gelebte Herzlichkeit – geschenkte Zeit». (pd)