Seniorenheim als Übungsplatz

Am Donnerstag fand im Seniorenheim Neckertal in Brunnadern eine Feuerwehrübung statt. Ziel war es, das Sicherheitskonzept zu überprüfen sowie das Verhalten der Mitarbeitenden in einem Ernstfall zu trainieren.

Dominic Engler
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Die Rettung verletzter Personen ist nicht immer einfach. (Bilder: Dominic Engler)

Die Rettung verletzter Personen ist nicht immer einfach. (Bilder: Dominic Engler)

NECKERTAL. Vor der Übung trafen sich die Hausleitung des Seniorenheims und die Übungsleitung der Feuerwehr Neckertal zu einem Briefing. Dort haben sie besprochen, auf welche Punkte sie ein spezielles Augenmerk legen möchten.

Ziele der Übung

Übungsleiter und Kommandant der Feuerwehr Neckertal, Res Näf, hat verschiedene Zielsetzungen für seine Truppe festgelegt. «Mir ging es darum, das Notfallkonzept für das Verhalten im Brandfall, bei dem Personen evakuiert werden müssen, umzusetzen», sagte er. Die Mitarbeitenden wurden in der Bedienung der Brandmeldeanlage geschult. Nicht zuletzt ging es darum, dass die Feuerwehrleute und die Mitarbeitenden des Seniorenheims sich kennenlernen. «Es ist von Vorteil, wenn in einem Ernstfall jeder und jede weiss, was zu tun ist und welchen Ansprechpartner er oder sie hat», sagt Res Näf.

Übung Haus am Necker

41 Feuerwehrleute und eine Gruppe von Sanitätern wurden für die Übung im Seniorenheim Neckertal aufgeboten. Die Mitarbeitenden des Heims wussten nichts von der Übung. Die Feuerwehr Neckertal rückte insgesamt mit zwölf Fahrzeugen an. Unter anderen drei Tanklöschfahrzeuge, ein Fahrzeug mit einer Hubrettungsbühne, ein Schlauchverlege-Auto und ein Kommandofahrzeug, in dem die Einsatzleitung fuhr.

Die ersten Feuerwehrleute auf Platz sahen, dass es in einem Zimmer der Wohngruppe Säntis brannte. In einem anderen Zimmer lag eine verletzte Person, welche einen Beckenbruch erlitten hatte. Den Brand galt es so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen und die verletzte Person zu retten. Die Heimbewohner mussten via Treppenhaus und Feuertreppe aus dem Gebäude geleitet werden. Vor dem Haupteingang erlitt eine Person einen Herzstillstand, die Aufgabe der Sanität war, diese Person zu reanimieren.

Fazit der Übung

«Übungen in dieser Grösse gibt es vier im Jahr. Zum erstenmal war eine solche im Seniorenheim Neckertal durchgeführt worden», so der Feuerwehrkommandant. Nach dem Einsatz wurde die Übung mit der Truppe nochmals besprochen, und dabei nannte Res Näf Punkte die verbessert werden können. «Es war leicht chaotisch, trotzdem waren meine Leute motiviert und engagiert. Auch die Umsetzung des Notfallkonzeptes war positiv», war das Fazit von Res Näf.

Die Hausleitung Andrea Kleger war ebenfalls sehr zufrieden. «Die Mitarbeitenden bewahrten Ruhe und folgten den Anweisungen, das hat mir sehr gut gefallen.»

Die Sanitäter üben für einen Ernstfall mit einer Puppe.

Die Sanitäter üben für einen Ernstfall mit einer Puppe.

Christian Gertsch und eine Bewohnerin des Wohnheims verschliessen die Grube mit der Zeitkapsel mit einer schweren Eisenplatte. (Bilder: Urs M. Hemm)

Christian Gertsch und eine Bewohnerin des Wohnheims verschliessen die Grube mit der Zeitkapsel mit einer schweren Eisenplatte. (Bilder: Urs M. Hemm)