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Senioren drehen Film

Die Stiftung Altersbetreuung Herisau hat zusammen mit Schauspieler Philipp Langenegger einen Film lanciert. Mit dabei: Die Bewohner. Zwei waren beim Dreh schon über 100 Jahre alt.
Astrid Zysset
Szene aus dem Film: Schauspieler Philipp Langenegger stattet der Küche in der Stiftung Altersbetreuung Herisau einen Kontrollbesuch ab. Das Fondue ist aber bereits verschwunden. Auf dem Tisch steht Rohkost. Bild: PD

Szene aus dem Film: Schauspieler Philipp Langenegger stattet der Küche in der Stiftung Altersbetreuung Herisau einen Kontrollbesuch ab. Das Fondue ist aber bereits verschwunden. Auf dem Tisch steht Rohkost. Bild: PD

«Der Schritt, ins Altersheim umzuziehen, ist für alle schwierig», sagt Andreas Spitz, Geschäftsführer der Stiftung Altersbetreuung Herisau. Das ist unumstritten. Ein hartnäckiges Klischee ist indes aber nach wie vor, dass das Leben in Altersheimen langweilig und träge ist. Um sich davon zu distanzieren, hat die Stiftung Altersbetreuung Herisau einen Imagefilm gedreht. Das Besondere: Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner spielen mit. Zwei sind gar schon über 100-jährig. «Die Freude und die Offenheit, mit welcher sie dem Projekt gegenüberstanden, hat mich tief beeindruckt», sagt Philipp Langenegger. Der Urnäscher ist einer der professionellen Schauspieler. Er hat auch – zusammen mit Spitz und Grimme-Preisträger Christian Gillmann – das Drehbuch verfasst. Im Film selbst spielt er einen Sohn, dessen Mutter in die Stiftung Altersbetreuung umsiedeln will. Beim Antrittsbesuch beäugt der Sohn kritisch, ob alles mit der richtigen Disziplin zu- und hergeht. Die Bewohnerinnen und Bewohner schicken die Warnung «Kinderbesuch» durch die Gänge und lassen unverzüglich die Tanzmusik verklingen. Stattdessen werden Illustrierte gelesen und gestrickt. Im Garten wird das Feierabendbier versteckt, und anstatt gemalt wird gezeichnet, in der Küche das Fondue durch Rohkost ersetzt. Ein gewagtes Drehbuch. Andreas Spitz empfindet die Handlung jedoch als poetisch. Er will zeigen, dass die Stiftung Altersbetreuung Herisau kein verstaubtes Image hat, sondern dass die Bewohnerinnen und Bewohner selbstbestimmt leben. «Der Film zeigt wirklich, wie bei uns der Alltag ist.»

Gelungene Premiere gefeiert

An der Premiere gestern war schallendes Gelächter zu vernehmen. Bewohner Alex Noth, der im Film den Schwerenöter spielt, meinte grinsend auf die Frage, wie der Dreh war, dass alles «tiptop» gewesen sei. «Vielleicht bekomme ich ja jetzt Fanpost?» Bewohner Franz Zollet steuerte die Musik bei. Ob denn das eine Eigenkomposition sei, wollte Langenegger wissen. «Ich habe die Melodie einmal in den Ferien gehört und seitdem versucht, sie nachzuspielen.» Das Lied nannte er «Espagnol». Und noch eine Besonderheit liessen die Schauspielerinnen und Schauspieler die Premierengäste wissen: Das Feierabendbier war in Wahrheit Wasser. Nichtsdestotrotz: «Ich hoffe, es gibt bald wieder mal so ein Filmprojekt», so Noth. Und Langenegger fügte scherzhaft an: «Am besten machen wir gleich eine ganze Soap.»

Hinweis

Der Film «Bewegt leben» ist ab sofort auf www.altersbetreuung.ch zu sehen.

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