Seltsame Objekte mit viel Schall

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Mancher Zuschauende mag sich am Samstagabend über die zwei seltsamen Objekte links und rechts der Bühne gewundert haben. Waren das Skulpturen? Raumbefeuchtungsgeräte? Heizkörper? Es waren Lautsprecher. Für einen besseren Klang waren Piano und Violine verstärkt worden, und am Mischpult hinten im Saal sass ein versierter Ton- und Lichttechniker. Das ist zwar ungewöhnlich in einem kleinen Raum mit begrenztem Publikum, verbessert aber die Klangwahrnehmung für alle Beteiligten enorm. Doch wenn der Klang der Instrumente verstärkt ans Publikum abgegeben wird, braucht es für die Künstler auf der Bühne sogenannte Monitore, über die sie den Klang zeitgleich mitbekommen wie ihr Gegenüber. Die beiden «Skulpturen» am Bühnenrand lösen das Problem, indem sie Publikum und Bühne über ein Schallumlenkungssystem gleichzeitig beschallen. Der Schall verbreitet sich von den in den Säulen liegenden Lautsprechern über 360 Grad im Raum, gleichzeitig hörbar von allen Anwesenden, eben auch von den Musikern auf der Bühne. Auch von der Tänzerin, die sich auf der Bühne bewegt und an jedem Ort auf gleichen Schallpegel angewiesen ist. Das System, das Bettina Castaño und ihre Musiker verwenden, heisst «Eternità». (mhu)