Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Seltener Brief aus Gais soll teuer versteigert werden

Ein Brief aus dem Mittelland kommt unter den Hammer: Das Schriftstück ist uralt, legte den Weg von Gais nach Florenz zurück und ist heute sehr wertvoll.
Yann Lengacher
Der Brief aus Gais. (Bild: PD)

Der Brief aus Gais. (Bild: PD)

Das Auktionshaus Rapp AG versteigert am 22. Mai einen alten Brief aus dem Appenzellerland in Wil. An diesem Tag wird es 168 Jahre und zwei Monate her sein, seit das Sammlerstück in Gais gestempelt wurde: Dies geschah am 28. März 1851. Der Brief ist ein Dokument, das heute niemand gerne in seinem Briefkasten vorfindet, nämlich eine Rechnung. Im Brief geht es um Billette zum Preis von 1700 Englischen Pfund, mutmasslich für eine Reise.

Konkret weiss man zurzeit nicht mehr über den Inhalt des Briefs, ist doch die alte Schrift selbst für Experten nur schwer zu entziffern. Der gute Zustand des Gaiser Briefs wurde über Generationen bewahrt. Besonders bei Briefmarkensammlern, Historikern und Investoren sind solche Objekte deswegen sehr beliebt.

Gut erhalten und somit auch teuer

Damit ein Brief über so lange Zeit nicht beschädigt oder gar zerstört wird, muss er vor Licht, Feuchtigkeit oder Wärme geschützt werden – vorzugsweise mit einem dafür vorgesehenen Aufbewahrungssystem. Der Zustand des seltenen Dokuments macht es nicht nur beliebt, sondern auch teuer. Die Firma Rapp schätzt, dass der Brief 500 Franken oder mehr einbringen könnte, je nach Nachfrage.

Stempel verraten Route des Briefs

Der Brief wurde zweimal mit den Briefmarken «Rayon II» versehen. Den Wert des Briefs steigert auch ein weiterer Stempel, der an der österreichischen Aussengrenze, die damals bis in die Lombardei reichte, auf das Schriftstück kam. Neben der norditalienischen Region sah der Brief einige Städte: Auf seiner fünftägigen Reise traversierte er St. Gallen und Mailand, ehe er in Florenz ankam. Der Weg des Briefes kann heute so genau nachvollzogen werden, weil die Postwege von damals bekannt sind und die Stempel einiges über die zurückgelegte Route verraten. Ob der Empfänger in Florenz die Rechnung für die bestellten Billette jemals bezahlt hat, ist der Redaktion nicht bekannt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.