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Selbstdarsteller raus, frische Luft rein: Zehn Tipps, wie unsere Gemeindeversammlungen wieder attraktiver werden

Etliche Gemeinden beklagen tiefe Teilnehmerzahlen an den öffentlichen Versammlungen. In Speicher ist man nun sogar soweit, dass man zu dieser Thematik eine Umfrage lanciert hat. Die Redaktion liefert ein paar Anregungen vorweg, wie Gemeindeversammlungen wieder mehr Zulauf erhalten könnten.
Roger Fuchs
Wenn keiner an Gemeindeversammlungen kommt: Viele Stühle bleiben bei politischen Veranstaltungen leer. (Symbolbild: Susann Basler)

Wenn keiner an Gemeindeversammlungen kommt: Viele Stühle bleiben bei politischen Veranstaltungen leer. (Symbolbild: Susann Basler)

Wenn es schlimm kommt, kann eine öffentliche Versammlung auch mal nur eine Handvoll Bürgerinnen und Bürger anlocken. Gemeinden suchen nun nach Lösungen.

Journalistinnen und Journalisten sind von Berufs wegen immer wieder mal an öffentlichen Versammlungen anzutreffen. Die jahrelangen Erfahrungen sind von manch einer Erinnerung geprägt, die zu den No-Go’s solcher Veranstaltungen gehören. Damit nicht alle Gemeinden auf teure Berater setzen müssen, listet die Redaktion nachstehend zehn Ideen und Vorschläge auf, wie Versammlungen attraktiver gestaltet werden können:

  1. Vorbereitet sein: Nichts ist peinlicher, als wenn Gemeinderäte Minuten vor der Versammlung die Technik zusammenstecken müssen und der Abend nicht pünktlich beginnt.
  2. Menschen haben das Bedürfnis nach einem Zeitrahmen. Gibt man diesen zu Beginn bekannt, schafft dies Orientierung. Versammlungen, die sich während der Woche bis 23 Uhr hinziehen, sind für viele ein No-Go. Da geht man kein zweites Mal hin.
  3. Mutig ewige Selbstdarsteller abstellen. Nicht selten sind dies sogar Politiker, die ihren Profilierungsdrang an Volksversammlungen ausleben. Dabei hätten genau sie noch zig andere Gefässe zum Diskutieren.
  4. Ein Graus sind viele Folien: erschlagend, unübersichtlich, unlesbar. Wer etwas zu sagen hat, soll dies in einfachen Worten tun mit Blick zum Publikum und nicht zum Beamer. Statt Folienschlachten zu veranstalten, gilt es, Folien zu schlachten.
  5. Gute Tonqualität ist ein Muss. Es ärgert, wenn Fragen aus dem Publikum nicht hörbar sind. Die Antwort der mit Mikrofon ausgestatteten Redner wird so zum Rätselraten.
  6. Die Konzentration lässt bekanntlich nach. Und die Luft wird in geschlossenen Räumen auch nicht besser. Spätestens nach 1,5 Stunden ist fünf Minuten Lüften angesagt.
  7. Rahmenprogramme mit Chören und Apéros gehören an den Schluss und nicht an den Anfang. Somit kann gehen, wer gehen will.
  8. Wie wär es mit folgender Staffelung? Eine Stunde alle Infos in kompakter Form. Wer es ausführlicher wissen und mitdiskutieren will, kann dann noch eine zweite Stunde bleiben.
  9. Neue Methoden nutzen statt nur Frontalunterricht. Vorschlag: Tischgruppengespräche mit klarem Ziel. Das Gefühl der Partizipation motiviert.
  10. Versammlungen nur noch dann einberufen, wenn es auch wirklich Neues zu sagen gibt.

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