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Mit Hilfe des «wandernden Federballs»: BC Trogen-Speicher ist seit drei Jahrzehnten erfolgreich

Die Junioren des BC Trogen-Speicher gehören zu den Besten in der Ostschweiz. Der Verein besteht seit 30 Jahren.
Yann Lengacher
16 Medaillen gewann der Nachwuchs des BC Trogen-Speicher an den Ostschweizer Meisterschaften.Bild: PD

16 Medaillen gewann der Nachwuchs des BC Trogen-Speicher an den Ostschweizer Meisterschaften.Bild: PD

Was haben Berlin, Trogen und Speicher gemeinsam? Allerorts feiert man heuer ein 30-jähriges Jubiläum. In Deutschland ist es der Mauerfall, der sich heute jährt. Im Appenzeller Mittelland feiert man die Gründung des BC Trogen-Speicher. Erlebt haben die meisten heutigen Vereinsmitglieder keines der beiden Ereignisse: Von den 80 Aktivmitgliedern sind rund 50 Juniorinnen oder Junioren. Obwohl der BC Trogen-Speicher seit drei Jahrzehnten besteht, ist der Verein nie wirklich älter geworden. Seit seiner Gründung machen die Kinder den grössten Mitgliederanteil aus, sagt Vereinspräsident Claude Heiniger. «Die Idee war es, den Kindern aus den Dörfern die Möglichkeit zu geben, den Sport in ihrer näheren Umgebung auszuüben.» Vor der Vereinsgründung mussten junge Sportler nach St.Gallen, wenn sie in einem Badmintonverein aktiv sein wollten.

Claude Heiniger ist die treibende Kraft im BC Trogen-Speicher: Der Ex-Nationalspieler und mehrmalige Schweizer Meister engagierte sich in Speicher schon vor der Vereinsgründung für das Badminton. Oft organisierte er Schülerturniere und Werbeveranstaltungen. Als 1989 der Bau der Turnhalle bei der Kantonsschule Trogen vollendet war, hatte man genug Platz für einen neuen Verein. So gründete Heiniger den BC Trogen Speicher mit Peter Spycher, der während 20 Jahren die Rolle des Vereinspräsidenten innehatte. Der 64-jährige Heiniger war immer im Vorstand sowie in der Nachwuchsarbeit des Vereins tätig. Das Präsidium übernahm er vor zwei Jahren.

Für angehende Profis und Plauschspieler

Der BC Trogen-Speicher ist ein Verein, in dem sich Breiten- und Leistungssport treffen. Kindern, die Freude am Spiel mit dem Federball haben, stellt der Verein ebenso Trainingsangebote zur Verfügung wie leistungsorientierten Talenten. Für Letztere ist der Verein bekannt. Immer wieder bringt der BC Trogen-Speicher starke Junioren-Jahrgänge hervor. So hat der Mittelländer Nachwuchs letztes Wochenende an den Ostschweizer Meisterschaften 16 Medaillen gewonnen – darunter fünf goldene. In der Kategorie U17 dominierte Timo Baldegger. Der angehende Konstrukteur aus Speicher spielt auf nationaler Ebene regelmässig ganz vorne mit, ebenso wie Spielerinnen und Spieler aus der U13 und U15. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Sportlerschule Appenzellerland kann der ambitionierte Nachwuchs Leistungssport und Ausbildung kombinieren.

Auch deswegen steht der BC Trogen-Speicher in der Ostschweiz mit dem BC Uzwil in Sachen Nachwuchsarbeit an der Spitze. Der Verein hat keine Schwierigkeiten, Kinder für das Badminton zu gewinnen, obwohl es manch anderen Sportverein in der Region gibt. «Der BC Trogen-Speicher hat über die Jahre einen gewissen Stellenwert in der Gemeinde und im Kanton erlangt», sagt Heiniger dazu.

Badminton soll populär bleiben

Dem Ruf des Vereins dürfte auch kein Abbruch getan haben, dass er 1997 mit anderen Badmintonvereinen eine Vorreiterrolle in der Schweiz eingenommen hat. Damals gründete man die Badmintonvereinigung Region St.Gallen, die Vorgängerin der BV St.Gallen-Appenzell. Zweck der Vereinigung war und ist es, Nachwuchsspieler in der Ostschweiz halten zu können und ihnen Spielzeit in den höchsten Schweizer Spielklassen zu ermöglichen.

«Ich wünsche mir, dass der Verein immer Personen findet, die sich für das Badminton engagieren», antwortet Heiniger auf die Frage nach der Zukunft des BC Trogen-Speicher. Der ehemalige Primarlehrer macht sich durchaus Gedanken um seine Nachfolge «als wandernden Federball». Wie er es immer getan habe, sollen seine Nachfolger die Begeisterung für das Badminton nach aussen tragen. Vor allen Dingen möchte Heiniger aber, dass die Idee fortbesteht, welche die Grundlage für die Gründung des Vereins war. Er sagt: «Am wichtigsten ist, dass die Kinder bei uns ihre Freude am Sport ausleben können. Es müssen nicht alle Weltmeister werden.»

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