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Seiltanzen statt Kopfrechnen: Schule Walzenhausen übt für Zirkusvorführung

In Zusammenarbeit mit dem Circus Bengalo führt die Schule Walzenhausen zurzeit eine Zirkusprojektwoche durch. Die einstudierten Nummern werden am Freitag vor Publikum aufgeführt.
Claudio Weder
Schülerinnen und Schüler beim Einüben einer Trapeznummer. (Bild: Claudio Weder)

Schülerinnen und Schüler beim Einüben einer Trapeznummer. (Bild: Claudio Weder)

Für die Kindergärtler und Primarschüler in Walzenhausen ist der normale Schulalltag vorübergehend in weite Ferne gerückt: Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Wilen übt eine Gruppe das Balancieren auf rollenden Fässern. Eine weitere Gruppe übt ein akrobatisches Leiterkunststück. Aus dem Zirkuszelt, das wenig abseits auf der Wiese steht, ertönt Musik – die Trapezgruppe wärmt sich auf, bevor sie an die Geräte geht, um die am Vortag einstudierten Figuren zu repetieren. Noch sind die Zuschauerreihen rings um die Manege leer. Am Freitag gilt es jedoch ernst: Dann dürfen die Kinder ihre Zirkusnummern, die sie während einer Woche einstudiert haben, vor Publikum aufführen. Die erste Vorstellung beginnt um 14 Uhr, die zweite um 19 Uhr. Erwartet werden zweimal rund 250 Zuschauer.

Auch in den Schulzimmern wird derweil fleissig für die finale Vorführung geprobt: Im oberen Stock üben die Zauberer ihre Tricks, die Clowns feilen an ihren Pointen. In einem der Schulzimmer im Erdgeschoss wurden die Tische und Stühle zur Seite gerückt, damit die Jungakrobatinnen und -akrobaten Platz haben, um auf Seilen zu balancieren oder sich auf kleinen Trampolinen hüpfend Bälle zuzuwerfen.

Unterstützung durch Circus Bengalo

Für die Zirkusprojektwoche, an der rund 100 Schülerinnen und Schüler sowie 15 Erwachsene beteiligt sind, arbeitet die Schule Walzenhausen mit dem Circus Bengalo zusammen. Dieser stellt sämtliches Material – vom Zirkuszelt bis zum Hula-Hoop-Reifen. Geübt wird schliesslich in altersdurchmischten Gruppen, wobei jede von einem professionellen Artisten oder Choreografen des Circus Bengalo gecoacht wird. Dieser erklärt den Nachwuchsartisten, welche Sicherheitsvorkehrungen bei den teilweise nicht ganz ungefährlichen Nummern zu treffen sind oder worauf sie achten müssen, um beim Publikum die gewünschten Reaktionen hervorzurufen. «Dank dieser professionellen Unterstützung werden wir Lehrpersonen entlastet», sagt Andrea Jäckle, Lehrperson für die 1. und 2. Klasse.

Vor sieben Jahren hat die Schule Walzenhausen die letzte Zirkusprojektwoche durchgeführt. Laut Andrea Jäckle ist diese Woche damals so gut angekommen, dass man beschlossen hat, einen erneuten Versuch zu starten. Für die Kinder sei es ein besonderes Erlebnis, wenn für einmal Seiltanzen und Jonglieren statt Mathe und Deutsch auf dem Stundenplan stehen. Zudem würden die Kinder in verschiedenster Hinsicht profitieren: «In der Schule stehen stets die fachlichen Leistungen im Vordergrund. Zudem ist der Unterricht ziemlich kopflastig. Die Zirkusprojektwoche gibt den Kindern die Möglichkeit, in ganz anderen Bereichen ihre Fähigkeiten zu zeigen. Ebenso werden verschiedene Sinne angesprochen.»

Schüler profitieren vom gemeinsamen Austausch

Dass die Vorfreude auf den Anlass gross ist, steht den Kindern regelrecht ins Gesicht geschrieben. So kann etwa der 7-jährige Luca seinen Auftritt als Clown kaum erwarten: «Ich erzähle gerne Witze und bringe gerne die Leute zum Lachen», sagt der Erstklässler, der laut seiner Lehrperson perfekt in die Clowngruppe passt. Bei Joas, der die zweite Klasse besucht, geht mit der Aufführung, bei der er als Zauberer sein magisches Talent unter Beweis stellen darf, gar ein grosser Traum in Erfüllung: «Ich wollte schon immer Zauberer werden.» Nicht zuletzt würden die Schüler aber auch vom Austausch mit den anderen, teils jüngeren, teils älteren Schülern profitieren: «Die Kinder lernen zu kommunizieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei bilden sich klassen- und schulübergreifende Freundschaften», so Jäckle.

Hinweis: Die Zirkusaufführungen finden am Freitag um 14 Uhr und um 19 Uhr im Zirkuszelt beim Schulhaus Wilen statt.

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