«Sehr optimistische Konzepte»

Im Parlament waren die hohen Kosten für den Bau von rund 24 Millionen Franken – wovon 19 Millionen der Kanton übernommen hätte – und für den späteren Betrieb kritisiert worden.

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Im Parlament waren die hohen Kosten für den Bau von rund 24 Millionen Franken – wovon 19 Millionen der Kanton übernommen hätte – und für den späteren Betrieb kritisiert worden. SVP-Kantonsrat Mirco Gerig aus Unterwasser ist einer jener Parlamentarier, die das Projekt in der heutigen Form ablehnen. Er nennt dafür drei Gründe.

Nie sei ein anderer Standort geprüft worden, zum Beispiel in der Talsohle, wo das Klanghaus verkehrstechnisch besser erschlossen wäre. Doch der Standort könne leider kaum mehr diskutiert und geprüft werden, weil der Kanton das Grundstück schon gekauft habe.

Das Projekt ist für ihn zu gross angelegt. Er befürchtet, dass sich Klangwelt Toggenburg als Betreiber an den jährlichen Betriebskosten «überlupfen» werde. Und ob die Standortgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann die geforderte höhere finanzielle Beteiligung tragen könnte, bezweifelt Mirco Gerig. Eine «Klangwerkstatt», wie es die Projektverfasser nannten, da es weder Konzerthaus noch Ausflugsziel sei, kann er sich deshalb höchstens in kleinerem Rahmen vorstellen. Für ihn sind die Baukosten auch im Vergleich mit anderen Bauten oder Projekten überhöht. Als Beispiel nennt er den Neubau des Gipfelrestaurants auf dem Chäserrugg.

Drittens bezweifelt er, dass der volkswirtschaftliche Nutzen so gross ist, wie in den Konzepten dargelegt. «Diese scheinen mir schon sehr optimistisch – vor allem, wenn die Anziehungskraft des Neuen in der zweiten Phase nachlässt.» Natürlich hätte er nichts gegen ein Klanghaus, das weitgehend von privaten Dritten getragen würde. (ht)

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