Sehr beliebt und gern besucht

Am Ostersonntag haben sich sowohl evangelische als auch katholische Christen in der Bruder-Klaus-Kapelle versammelt. Der Gottesdienst wurde vom Frauechörli Laad verschönert. Pfarrer Hungerbühler erinnerte an die Auferstehung Christi und die Freude über die Erlösung.

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SCHWÄGALP. Wenn von der Schwägalp die Rede ist, dann wird damit unweigerlich die Säntis-Bergbahn in Verbindung gebracht. Wer sich mit einem Ausflug auf die 1352 Meter über Meer liegende Schwägalp zufrieden gibt, der kann sich bereits an einer wunderschönen Natur erfreuen. Auffallen wird in diesem Zusammenhang auch die Bruder-Klaus-Kapelle, welche in ungefähr sieben Gehminuten vom Berghotel Schwägalp aus erreicht werden kann.

Freude zum Ausdruck bringen

Der katholische Pfarrer Hungerbühler hat im Gottesdienst vom Ostersonntag daran erinnert, dass das Lob an den Schöpfergott an Ostern speziell sei. Daraus ergebe sich auch Grund, sich zu freuen, da Christus auferstanden ist. An Ostern komme auch Freude über die Erlösung zum Ausdruck. Die grosse Barmherzigkeit Gottes sei damit über uns gekommen, hielt Pfarrer Hungerbühler fest.

Frauen aus Jesu Heimat entdecken, dass sein Grab leer ist. Engel teilen ihnen die Botschaft von der Auferstehung mit und senden sie zu den Jüngern. Es war interessant zu hören, dass es in der Ostkirche üblich sei, anstelle von «Guten Tag» die Worte zu sprechen: «Christus ist auferstanden.» Und die Antwort darauf: «Christus ist tatsächlich auferstanden.» Christus hat mit seiner Auferstehung das Böse besiegt.

Gemeinsam feiern

Die kleine ökumenische Kapelle ist bei Hochzeiten, Taufen, bei kirchlichen Anlässen und anderen Gruppentreffen ein gern besuchter Ort. Jeden Sonntag wird auch zu einem Gottesdienst mit Messe eingeladen. Gesangschöre und Musikanten sowie Orgelklänge verschönern die Feiern häufig. Dabei finden im Andachtsraum hundert Personen Platz. Der fünfköpfige Vorstand des Kapellvereins, dem Klaus Ledergerber als Präsident vorsteht, ist dafür besorgt, dass mit Geistlichen mitgefeiert werden kann. Selbst Bischof Ivo Fürer hat sich zur Verfügung gestellt. Zur Feier der Katholiken wird jeweils auf 11.15 Uhr zu jener der evangelischen Mitchristen auf 9.45 Uhr eingeladen. Am Bettag findet jeweils ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Am Samstag, 10. Mai, um 17 Uhr findet anschliessend an den Gottesdienst die GV des Kapellvereins statt. Auch Neumitglieder sind herzlich willkommen. Der Jahresbeitrag beträgt 30 Franken. Es bestehen keine Verpflichtungen.

Einweihung vor gut 40 Jahren

Die Bergkapelle wurde am 10. Juli 1971, also vor gut 40 Jahren, eingeweiht. Dies hat vor allem den Kapellverein, dem rund 200 Mitglieder angehören, gefreut. Am Gemeinschaftswerk sind auch die evangelischen Landeskirchen der beiden Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sowie St. Gallen beteiligt. Der Stiftungsrat ist paritätisch und besteht aus drei katholischen und zwei evangelischen Christen. Er ist für den Unterhalt zuständig. Die Besucherzahlen beweisen es, dass die Schwägalp und der Säntis einiges zu bieten haben. Nicht vergessen werden darf der Laternliweg. Nach dem Eindunkeln ist er wunderschön beleuchtet. Den Namen haben der besonderen Attraktion die alle zehn Meter aufgestellten Laternen gegeben. Nicht umsonst sind auf diesem Weg häufig Fussgänger anzutreffen. Der Laternliweg ist jeden Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend von Anfang November bis Ende März beleuchtet. Später erwarten die Spaziergänger schon bald Tausende weisser und blauer Krokusse und viele andere Bergblumen. (pd)

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