Sechs Tore und kein Sieger im 4.-Liga-Derby

Fussball Wenn gegen Ende der Vorrunde Teams aufeinandertreffen, für die der Zug nach oben bereits abgefahren ist und die von hinten nichts zu befürchten haben, dann könnte von einem lockeren Spiel ausgegangen werden.

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Fussball Wenn gegen Ende der Vorrunde Teams aufeinandertreffen, für die der Zug nach oben bereits abgefahren ist und die von hinten nichts zu befürchten haben, dann könnte von einem lockeren Spiel ausgegangen werden. Von Lockerheit war im Derby Ebnat-Kappel – Wattwil Bunt (3:3) allerdings wenig auszumachen. Sowohl die Ebnat-Kappler als auch die Reserven des FC Wattwil Bunt taten sich auf der Suche nach spielerischer Linie schwer und verstrickten sich in einen zufallsorientierten Schlagabtausch, der über weite Strecken nicht einmal den Anspruch von 4.-Liga-Mittelmass zu erfüllen vermochte. Gut, dass in den letzten Minuten der ersten Halbzeit etwas Qualität ins Spiel kam. Andereggs Freistoss und Britts starke Parade in der 40. Spielminute waren Lichtblicke. Eine Minute später wusste sich die Wattwiler Abwehr bei Stähelis entschlossenem Rush nur mit einem Foulspiel zu helfen. Hinterberger übernahm die Ausführung vom Punkt und traf souverän zur 1:0-Führung. Herrlich das 2:0 in der Nachspielminute: Genialer Pass von Anderegg und perfekter Abschluss von Stäheli. Die Wattwiler reagierten auf die zwei Gegentore mit der Einwechslung von Thalmann und Bollhalder.

Vom 0:2-Rückstand zur 3:2-Führung

Zwei starke Joker, die dem Spiel der Gäste mehr Stabilität verliehen und die Wende herbeiführten. Vom 2:0 zum 2:3 innert 18 Minuten! Rodriguez versenkte einen 24-m-Freistoss (51.), Pleithner nutzte die starke Vorarbeit Bollhalders zum Ausgleich (2:2) und Thalmann schloss einen Angriff über Appius kraftvoll ab (2:3). In dieser Phase hatten aber auch die Platzherren ihre Chancen: Steiner und De Salvador vergaben innert einer Minute das mögliche 3:1 (60.), Steiner traf zehn Minuten vor Schluss den Querbalken und Fent nickte nach einem Anderegg-Freistoss mit dem Kopf zum 3:3 ein (83.). Glück für die Ebnat-Kappler, dass Pleithner nach perfekter Vorarbeit Bollhalders freistehend die klarste Chance des Spiels überhaupt vergab (88.). Die Wattwiler waren nach der Pause das kompaktere Team und holten sich zu Recht einen Punkt. (wz)