Schwung aus den Vorjahren hält an

WATTWIL. Die Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg blickte an ihrer Generalversammlung auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Einstimmig genehmigten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter die vorgeschlagene Festlegung des Zinssatzes bei den Anteilscheinen auf 6 Prozent.

Peter Küpfer
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Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg beweisen Einstimmigkeit bei ihren Entscheiden. (Bilder: Peter Küpfer)

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg beweisen Einstimmigkeit bei ihren Entscheiden. (Bilder: Peter Küpfer)

Mehr als elfhundert Genossenschafterinnen und Genossenschafter folgten der Einladung zur diesjährigen Generalversammlung. Die riesige Markthalle mit ihren langen Reihen von voll besetzten Tischen bot schon allein dadurch ein imposantes Bild. Die Traktanden gaben zu keinerlei Fragen oder Voten aus der Versammlung Anlass, die Beschlüsse wurden allesamt einstimmig gefasst. Im Vorfeld und nach den zügig abgewickelten Geschäften, gefolgt von einem Nachtessen, wurden die Genossenschafterinnen und Genossenschafter mit Darbietungen unterhalten.

Beeindruckende Zahlen

Verwaltungsratspräsident Pius Eicher blickte in seinem Bericht auf «ein spannendes Jahr voller Herausforderungen» zurück. Wie Eicher in Erinnerung rief, hat die Schweizerische Nationalbank die Raiffeisengruppe als drittgrösste Bankengruppe der Schweiz zur «systemrelevanten Finanzgruppe» erklärt. Von ihren 3,7 Millionen Kundinnen und Kunden sind 1,8 Millionen Genossenschafter, «fast jede vierte Person in der Schweiz». Der neue Status bringe besondere Anforderungen mit sich. Sie betreffen die Bereiche Kapital, Liquidität, Risikoverteilung und Notfallplanung. Trotzdem könne die Geschäftsleitung auch in diesem Jahr «einen sehr guten Jahresabschluss» präsentieren. Die Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg habe «den Schwung aus den Vorjahren mitgenommen».

«Überdurchschnittliches Jahr»

Dies bestätigte Urban Koller, Vorsitzender der Bankleitung. Koller sagte, 2014 sei ein für die Bank und ihre Kunden «sehr erfreuliches, überdurchschnittliches Jahr» gewesen. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass bei den Kundenausleihungen ein Wachstum von 2,9 Prozent (16 Millionen) erzielt worden sei, vor allem im Bereich Hypotheken. Dies, obwohl die Richtlinien sich in diesem Bereich laufend verschärften, wie beispielsweise die neu verfügte Amortisationspflicht bei den zweiten Hypotheken zeige. Das Wachstum bei den Ausleihungen ging einher mit einem entsprechenden Wachstum bei den Spargeldern, die sich um 4,7Prozent erhöhten. Beim Zinsengeschäft verringerte sich der Erfolg um 266 000 Franken, während der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stabil gehalten werden konnte. Das Gesamtergebnis stelle «das zweitbeste Bruttoergebnis unserer Geschichte» dar.

Wechsel im Leitungsgremium

Koller wies auf einen Wechsel in der Bankleitung hin. Wegen Verlagerung seiner bankinternen Schwerpunkte zugunsten der Kunden trat Werner Kull in seiner Funktion als Leiter der Finanzberatung und als Mitglied der Bankleitung auf Ende 2014 zurück. Als sein Nachfolger konnte Rolf Brunner für das Führungsgremium gewonnen werden. Eicher und Koller schlossen ihre Ausführungen mit dem Dank an alle ab, die im vergangenen Jahr zum Erfolg beigetragen haben, insbesondere die Mitarbeitenden. Koller erwähnte auch besondere Leistungen ausserhalb der Bank. So gratulierte er Mitarbeiterin Tamara Menzi zur Weltmeisterin im Armbrustschiessen in drei Disziplinen sowie Urban Schweizer, Flügelhornist bei der Ostschweizer Liberty Brass Band Junior, die 2014 als beste Jugendformation europaweit ausgezeichnet worden war. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter kamen damit in den Genuss eines eigens für sie inszenierten Konzertes. Die jungen Musikerinnen und Musiker marschierten in ihrer vollen Stärke (44 Spielende) auf und gaben unter der Leitung von Christoph Luchsinger ein hinreissendes Konzert. Natürlich wirkte da auch Urban Schweizer mit, sogar als sehr talentierter Solist.

Attraktive Unterhaltung

Der Abend wurde mit Darbietungen des Kabarettduos «Mir zwee» (Martin Eggimann und Bruno Widmer) aufgelockert. Die beiden Komiker übernahmen auch die Conférence des Abends. Er schloss mit Tanzmusik des Oberhelfenschwiler Trios Max Vontobel, Lothar Hohl und Ruedi Mock. Letzterer glänzte nicht nur am stimmungsvollen Saxophon, er erwies sich auch als versierter Könner am Banjo, an der gleichzeitig mit dem Fuss betätigten Basstuba, an der Gitarre, am Alphorn und an der Klarinette. Diese fuhr dem Saal beim rasanten «Tiger Rag» gehörig in die Beine, so dass nach kurzer Zeit manches Paar im Tanzschritt über die Bühne schwebte.

Talentierter Mitarbeiter: Urban Schweizer am Flügelhorn. (Bild: alttoggenburger)

Talentierter Mitarbeiter: Urban Schweizer am Flügelhorn. (Bild: alttoggenburger)

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