SCHWINGEN: Zwilchhosen sind Trumpf

Am Wochenende findet in Teufen das Kantonale Schwingfest statt. Die Appenzeller nutzen den Heimvorteil.

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Ab Samstagmorgen wird auf dem Landhausplatz in Teufen geschwungen. Die Jungschwinger steigen am Samstag um die begehrten Zweige in die Hosen. Die Aktivschwinger sind am Sonntag dran. Das Anschwingen des Appenzeller Kantonal-Nachwuchsschwingfestes ist um 7.45 Uhr. Gegen 300 Nachwuchsschwinger werden auf dem Sportplatz Landhaus gegeneinander antreten. Am Sonntag steigen die ersten um 8.15 Uhr in den Ring.

Der Gaiser Raphael Zwyssig weist bis anhin zwei Kranzfestsiege auf. Den ersten Erfolg feierte er 2015 in Schönengrund, woraufhin ihm die Titelverteidigung ein Jahr später in Schwende gelang. Auch in der laufenden Saison hinterlässt Zwyssig einen starken Eindruck. Gegenwind erhält der Gaiser sowohl aus dem eigenen als auch aus dem Thurgauer Lager. Klubkollege Michael Bless konnte das eigene Kantonalschwingfest bereits zweimal für sich entscheiden und beim Innerrhoder Martin Hersche zeigt die Formkurve ebenfalls wieder steil nach oben. Gespannt darf man zudem auf den Auftritt von Marcel Kuster sein.

Chance für Nichtkranzer

Mit Dominik Schmid und Naim Fejzaj stehen den Appenzellern zwei Teilverbandskranzer zur Seite. Während Schmid bereits zwei Kranzerfolge verzeichnen kann, konnte Fejzaj noch nicht an die Erfolge von letzter Saison anknüpfen. Die Appenzeller treten mit 13 weiteren Kranzschwingern auf. Aus den 150 Teilnehmern entstammen rund 70 Appenzeller Schwinger. Am eigenen Kantonalfest vor die Ehrendamen treten zu dürfen, ist wohl eines jeden Schwingers Ziel. Diese Chance bietet sich auch diversen Nichtkranzern, wobei dies in erster Linie den Innerrhodern Reto Koch und Sepp Fuster sowie dem Schwellbrunner Roman Wittenwiler zuzutrauen wäre.

In den Fussstapfen des Vaters

Teufen war im Jahre 1988 letztmals Austragungsort des Appenzeller Kantonalschwingfestes. Damals gelang es dem ursprünglich aus Teufen stammenden Emil Giger, sich den Festsieg zu sichern. Knapp 30 Jahre später tritt sein erst 19-jähriger Sohn Samuel als Favorit an.

Mit dem Ehrenplatz am letztjährigen Eidgenössischen Schwingfest in Estavayer-le-Lac sowie seinem erstmaligen Sieg am eigenen Teilverbandsfest vor zwei Wochen in Davos gehört Giger bereits in diesen jungen Jahren zur absoluten Spitze im Schwingsport. Zusammen mit Domenic Schneider und Beni Notz wird Giger jedoch die Thurgauer und nicht die Appenzeller Fahnen vertreten. Ob es zu einem familieninternen Duell mit seinem älteren Bruder Urs kommen wird, bleibt abzuwarten. (tm/pr)

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