Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHWINGEN: Schmid mit erstem Bergkranz

Mit dem Bergklassiker auf der Schwägalp fand am Sonntag der Reigen der Kranzfeste sein Ende. Der Saisonhöhepunkt steht allerdings noch bevor. Die Appenzeller hatten sowohl Freud als auch Leid zu teilen.
Thomas Mock
Dominik Schmids Freude nach dem Sieg ist nicht zu übersehen. (Bild: Lorenz Reifler)

Dominik Schmids Freude nach dem Sieg ist nicht zu übersehen. (Bild: Lorenz Reifler)

Thomas Mock

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Die Ostschweizer hatten gestern am Schwägalp-Schwinget sichtlich Mühe gegen die starken ­Gäste aus dem Berner und Südwestschweizer Lager. Von den insgesamt 14 abgegebenen Kränzen behielten die Ostschweizer allerdings deren sieben im ­eigenen Verband, wobei sich die Berner mit deren sechs und die Südwestschweizer mit einem Kranzgewinn zufriedengeben mussten. Erstmals zu Bergkranzehren kam der Hundwiler Dominik Schmid. Auf seinem Weg zu diesem Erfolg blieb er über vier seiner Gegner siegreich bei zwei Niederlagen gegen die Berner Gäste Patrick Schenk und Dominik Roth.

Im alles entscheidenden Gang kam es zur Paarung gegen den Südwestschweizer Über­raschungsmann Lario Kramer, welcher im vierten Gang noch sensationell den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider ­bezwingen konnte. Nach hartem Abnützungskampf war es dann allerdings Schmid, welcher das Glück auf seine Seite zwang. Mit einem konsequent durchgezogenen Kurz bettete er seinen Gegner ins Sägemehl, dessen Freude über seinen sechsten Schlussrang verständlicherweise zu spüren war. Für Schmid ist dies bereits der fünfte Saisonkranz. Mit dem Gaiser Eidgenossen Michael Bless erkämpften sich die Appenzeller einen weiteren Kranz. Nach missglücktem Auftakt gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Thomas Sempach kämpfte sich Bless wieder an die Spitze heran, ehe er mögliche Schlussgangambitionen nach einer weiteren Niederlage gegen Simon Anderegg begraben musste. In der Endausmarchung liess er dem Berner Oberländer Ruedi Roschi allerdings keine Chance und sicherte sich mit dem vierten Schlussrang sein insgesamt 75. Eichenlaub in souveräner Art und Weise.

Hartes Brot für die restlichen Appenzeller

Der gebürtige Altstätter Marcel Kuster konnte seine Leistung vom vergangenen Wochenende leider nicht mehr vollends abrufen. So blieb ihm im sechsten Gang einzig noch Kosmetikarbeit. Trotz seines Sieges im sechsten Gang gegen den Walenstädter Christian Bernold waren die begehrten Kranzränge für ihn nicht mehr zu erreichen. Einen erfreulichen Auftritt lieferte Martin Roth ab, auch wenn es ihm schlussendlich ebenfalls nicht zu Kranzehren reichte. Mit seinem Sieg gegen den Eidgenossen Tobias Krähenbühl bewies der Herisauer allerdings, dass er stärker eingestufte Gegner zu bezwingen mag. Nach drei Niederlagen war es auch für Urs Giger nicht mehr möglich, sich ins Gespräch um die Kränze zu bringen. Mit einem abschliessenden Sieg über den Südwestschweizer Michel Dousse fand aber auch sein Wettkampf noch ein versöhnliches Ende. Die volle Härte eines Bergkranzfestes bekam ebenfalls der Eggerstandner Patrick Schmid zu spüren. Trotz eines Sieges und drei Niederlagen reichte es dem jungen Appenzeller leider knapp nicht zum Ausstich. Gar unglücklich verlief der Wettkampf für die beiden Appenzeller Eidgenossen Raphael Zwyssig und Martin Hersche. Während Zwyssig aufgrund seiner bereits vor Wochenfrist zugezogenen Fingerverletzung den Wettkampf nach dem ersten Gang beenden musste, traf es Martin Hersche beinahe noch härter. Mit zwei Siegen startete er ausgesprochen optimal in den Wettkampf. Leider verletzte er sich beim siegbringenden Wurf im zweiten Gang so unglücklich am Knie, dass an einen weiteren Wettkampf nicht zu denken war. Für Raphael Zwyssig scheint das bevorstehende Unspunnen-Schwinget jedoch nicht gefährdet zu sein. Bei Hersche werden die weiteren Untersuchungen erst noch ergeben, ob er beim Saisonhöhepunkt von nächstem Wochenende dabei sein wird oder nicht. Zu gönnen wäre es ihm nach all seinen Erfolgen allemal. Eine beeindruckende Leistung zeigte der St. Galler Eidgenosse Daniel Bösch. Während er im Verlauf der Saison nur noch als Nummer 3 der Ostschweiz zu taxieren war, gab er sich auf der Schwägalp keine Blösse. Einzig im vierten Gang hatte er gegen den stark aufschwingenden Berner Gast Matthias Aeschbacher einige heikle Momente zu überstehen, ehe der Gang mit einer Punkteteilung zu Ende ging. Trotz dieser Verlustpunkte erreichte Bösch souverän den Schlussgang, welchen er gegen den Schwägalp-Sieger von 2008, Thomas Sempach, zu bestreiten hatte. Nach rund fünf Minuten gelang es ihm vor rund 13250 Zuschauern, die Entscheidung mittels Kurz herbeizuführen. Für Bösch ist es nach 2015 bereits der zweite Triumph auf der Schwäg­alp. Der gebürtige Appenzeller Samuel Giger verpasste mögliche Schlussgangambitionen nach gestellten Gängen gegen Matthias Aeschbacher und Philipp Reusser und wurde Vierter.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.