SCHWINGEN: Eichenlaub für Hersche und Schmid

Am Bündner Kantonalschwingertag wurde wiederum um das begehrte Eichenlaub geschwungen. Der Innerrhoder Martin Hersche sowie der Hundwiler Dominik Schmid retteten die Ehre der Appenzeller.

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Dominik Schmid (links) und Martin Hersche kehrten als einzige Appenzeller kranzgeschmückt nach Hause zurück. (Bild: Lorenz Reifler)

Dominik Schmid (links) und Martin Hersche kehrten als einzige Appenzeller kranzgeschmückt nach Hause zurück. (Bild: Lorenz Reifler)

Während die Appenzeller am Samstag ihre Kräfte noch beim Herisauer Obedschwinget testeten, galt es am Pfingstmontag bereits wieder ernst. Mit dem Glarner-Bündner Kantonalschwingertag in Niederurnen wurde um das begehrte Eichenlaub geschwungen.

Im Vorfeld war es schwierig, den wirklichen Formstand des Innerrhoders Martin Hersche abzuschätzen. Die hartnäckige Grippe scheint jedoch erfolgreich besiegt zu sein. Mit dem Rothenthurmer Eidgenossen Alex Schuler wurde Hersche bereits zum Auftakt ein schwierig zu bezwingender Gegner zugeteilt. Hersche dominierte den Gang von Beginn weg und kam bereits nach kurzer Gangdauer zum verdienten Erfolg. Leider konnte er nicht nahtlos anknüpfen und musste sich im zweiten Gang überraschend dem Bündner Schwergewicht Roman Hochholdinger beugen. Nach einem weiteren Sieg wäre der Schlussgang immer noch in Reichweite gelegen. Der zweite Innerschweizer Roland Kälin liess jedoch im Gegensatz zu Schuler Hersches Dominanz nicht aufkommen und reagierte mit frechen Kurzzügen und fügte Hersche die zweite Niederlage zu. Unter Zugzwang reagierte Hersche jedoch souverän und besiegte mit Bernold Edi und Hannes Bühler seine zwei letzten Gegner nach kurzer Gangdauer. Als bester Appenzeller klassierte sich der Innerrhoder auf dem fünften Schlussrang.

Dominik Schmids zweiter Streich

Nur einen Rang hinter Hersche klassierte sich der Hundwiler Dominik Schmid. Schmids Auftakt verlief mit zwei Punkteteilungen jedoch nicht nach Wunsch. Schmid liess sich jedoch nicht beirren und katapultierte sich mit zwei folgenden Siegen wieder mitten ins Geschehen um die begehrten Kränze. Im fünften Gang kam es zum Duell mit dem Bündner Eidgenossen Mike Peng, Schmid musste sich trotz mehrerer beinahe erfolgreicher Aktionen seinerseits wiederum mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Der notwendige Sieg im sechsten Gang war dann eine Folge nicht aufhörender Angriffe von Schmid, bis der Gegner die nötige Gegenwehr nicht mehr aufbringen konnte. Sowohl für Hersche als auch für Schmid ist es bereits der zweite Kranzerfolg der laufenden Saison. Den weiteren Appenzellern gelang der Wettkampf nicht gleichermassen erfolgreich. Jedoch zeigten die beiden Nichtkranzer Sepp Fuster und Reto Koch äusserst erfreuliche Ansätze.

Zum Festsieger kürte sich der für die Thurgauer angetretene gebürtige Appenzeller Sämi Giger. In Abwesenheit des letztjährigen Dominators Armon Orlik war am Samstag Giger klar der beste Schwinger auf dem Platz und musste sich einzig im dritten Gang gegen Altmeister Nöldi Forrer eine Punkteteilung eingestehen. Im reinen Thurgauer Schlussgang liess er jedoch seinem Verbandskollegen Tobias Krähenbühl keine Chance und entschied das Fest vor rund 3300 Zuschauern nach knapp zwei Minuten für sich. Für Giger ist es bereits der vierte Kranzfestsieg in seiner Karriere.

Thomas Mock

redaktion@appenzellerzeitung.ch