SCHWINGEN: Der Metzger kommt in Fahrt

Beim zweiten Bergkranzfest auf der Rigi-Staffel, wo das NOS-Team startete, klassiert sich Daniel Bösch im zweiten Schlussrang. Sven Schurtenberger gewinnt den Rigi-Schwinget bei einem dramatischen Schlussgang.

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Im Einsatz für das NOS-Team: Mario Schneider, Stefan Burkhalter und Daniel Bösch mit dem Rigi-Kranz (von links). (Bild: PD)

Im Einsatz für das NOS-Team: Mario Schneider, Stefan Burkhalter und Daniel Bösch mit dem Rigi-Kranz (von links). (Bild: PD)

Die 4000 Zuschauer am Rigi-Schwinget erlebten bis zum Schlussgang ein schönes Schwingfest. Die Nordost- und Nordwestschweizer duellierten sich gegen die Innerschweizer Schwinger und am Schluss standen die zwei besten Schwinger nach fünf Gängen, Bruno Nötzli und Joel Wicki, im Schlussgang. Bis zur siebten Minute schenkten sich die Schwinger nichts und griffen sich gegenseitig immer wieder an. Dann passierte es, Bruno Nötzli verletzte sich am Platzrand am Knie und musste den Wettkampf verletzungsbedingt beenden. Das Einteilungskampfgericht entschied sich, Sven Schurtenberger als neuer Gegner für Wicki einzuteilen. Er teilte nach fünf Gängen denselben Rang wie Wicki und hatte die Chance, das Fest alleine zu gewinnen, wenn er Wicki besiegen würde. Dies geschah auch so in der zweiten Minute vom zweiten Schlussgang. Schurtenberger leerte Wicki links über das Knie ab und gewann platt. Wicki seinerseits blieb am Boden liegen und musste ebenfalls mit einer Verletzung mit dem Helikopter in den Spital geflogen werden.

Daniel Bösch mit Toprangierung

Für den Toggenburger Schwingerverband setzte Daniel Bösch nach dem Kranz vor Wochenfrist am Innerschweizer Schwingfest erneut ein Ausrufezeichen. Mit dem zweiten Schlussrang am Rig-Schwinget kommt der Metzger immer mehr in Fahrt. Mit einem Blitzsieg über den Festsieger Sven Schurtenberger startete Daniel Bösch auf der Rigi in das Schwingfest. Auch im zweiten Gang war der Zuzwiler erfolgreich. Im dritten und vierten Gang musste er wichtige Punkte für den Festsieg fallen lassen. Gegen Andreas Ulrich stellte der Unspunnen-Sieger und gegen Joel Wicki musste er sogar eine Niederlage schreiben lassen. Nach dem grossen Punkteverlust drehte er nochmals auf und konnte Damian Egli und Erich Fankhauser jeweils mit der Note 10 besiegen.

Bei der älteren Garde vom NOS war am Schwinget Erfolg und Misserfolg vorhanden. Stefan Burkhalter sicherte sich im Alter von 43 Jahren den 100. Kranz und dies mit einem sehenswerten Notenblatt. Beachtet man seine Karrierenkränze, so fällt auf, dass er vor 23 Jahren, am Thurgauer Kantonalschwingfest 1994 in Nussbaumen, seinen ersten Kranz erkämpfte – und jetzt den 100. Kranz: Für den Toggenburger Arnold Forrer verlief das Fest nicht nach seinen Wünschen. Mit einer Niederlage, drei Gestellten und zwei Siegen klassierte er sich im 13. Schlussrang, was leider nicht zum Kranzrang reichte. (pd)