SCHWINGEN: Bless als Gigers Spielverderber

Armon Orlik gewinnt das Rheintal-Oberländische Schwingfest erneut. Michael Bless stellt mit Samuel Giger um den Schlussgang. Die Appenzeller warten mit starken Leistungen auf.

Claudia Frick
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Michael Bless bodigte im Anschwingen den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider. (Bild: Lorenz Reifler)

Michael Bless bodigte im Anschwingen den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider. (Bild: Lorenz Reifler)

Claudia Frick

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Zum dritten Mal in Folge konnte der Bündner Armon Orlik das Rheintal-Oberländische Verbandsschwingfest für sich entscheiden. Nach gut fünf Minuten gelang es ihm, vor 2700 Zuschauern den Thurgauer Eidgenossen Domenic Schneider zu bodigen. Mit Martin Hersche und Michael Bless klassieren sich zwei Appenzeller auf Rang vier unmittelbar hinter Samuel Giger und Mario Schneider. Die beiden verpassten im fünften Gang mit einem Gestellten die Schlussgangteilnahme jeweils in einem hart umkämpften Duell. Bless, der zu Beginn Domenic Schneider mit einer Maximalnote bezwang, unterlag darauf dem späteren Festsieger Orlik, kam im besagten fünften Gang gegen Samuel Giger nicht über ein Remis hinweg und siegte zum Schluss im Kampf mit dem Thurgauer Routinier Beni Notz. Ebenfalls ein erfolgreicher Abschluss gelang Hersche gegen Tobias Krähenbühl, zuvor fand er kein Rezept, um Michael Rhyner zu bodigen. Einzige Niederlage auf dem Notenblatt des Appenzellers ist diejenige aus dem Startduell mit Samuel Giger. Der Gaiser Raphael Zwyssig hatte sich im August letzten Jahres den Finger ausgerenkt. Seither kämpfte er wiederholt gegen die Folgen der Verletzung. Mit vier Siegen gelang im ein erfolgreiches Comeback, welches mit Rang sieben resultierte. Einen Rang dahinter klassierte sich der Hundwiler Daniel Oertle.

Zwei Auszeichnungen in Schaffhausen

Am Schaffhauser Frühjahrsschwingfest in Oberhallau kam es vor rund 1200 Zuschauern zum Kräftemessen von 62 Schwingern. Die Appenzeller Delegation trat die Heimreise mit zwei Auszeichnungen an. Dominik Schmid klassierte sich mit einem Plattwurf auf dem Ehrenplatz, Urs Giger winkte nach dem vierten Gang von der Ranglistenspitze vergab mit einer Niederlage gegen Yanick Klausner jedoch den Festsieg und findet sich auf Rang sechs wieder. Den Festsieg teilen sich Yanick Klausner und Joel Strebel (beide Freiamt).

Auftakt für Jungschwinger

Schwingen Der jährlich stattfindende Schaffhauser Kantonale Nachwuchsschwingertag am Ostermontag, bot den Zukunftsträgern der Appenzeller Schwingerszene die optimale Voraussetzung, sich nach dem langen Wintertraining zu beweisen.

Da es in dieser Saison für die Jungschwinger der Jahrgänge 2001, 2002 und 2003 speziell um den Höhepunkt im August dem Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag geht, war es für sie natürlich um so wichtiger, schon beim ersten Wettkampf sich von der besten Seite zu zeigen. Bei der ältesten Kategorie gelang Florian Giger mit drei gewonnen Gängen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen ein beachtliches Resultat, was ihm den sechsten Rang einbrachte. Leider fehlten die guten Noten, was ihn schlussendlich um ein Zweigresultat brachte.

Dasselbe musste auch Rico Ackermann mit den gleichen Resultaten hinnehmen. Trotzdem war auch seine Leistung zu anerkennen, da auch er gegen den älteren Jahrgang kämpfen musste. Mit Daniel Schiess verpasste ein weiterer Anwärter auf die Qualifikation, mit drei Siegen und drei Niederlagen das begehrte Eichenlaub.

In Sachen Zweiggewinn waren die jüngeren erfolgreicher: Mit Matthias Eisenhut im achten Rang, der gleich vier Siege verbuchen konnte sowie Michael Tobler ebenfalls im achten Rang. SiHansueli Signer fehlte der berüchtigte viertel Punkt. In der Kategorie der Zweitjüngsten reihten sich gleich vier in die Zweigränge ein: 3. Mario Bösch, 4a Ackermann Marco, 4b Widmer Ramon, 7b Jäger Matthias. Bösch unterlag einzig dem späteren Kategoriensieger Simon Fäh Simon. Widmer und Ackermann blieben sogar ohne Niederlage.

Bei den jüngsten Nachwuchsschwingern musste sich Philipp Müller einzig gegen den späteren Kategoriensieger Pirmin Fäh eine Niederlage eingestehen, was ihm den sechsten Schlussrang einbrachte. Fabio Rechsteiner verpasste mit drei Siegen und drei Niederlagen um einen Rang die Auszeichnung. (psi)