Schwingen
Appenzeller Schwinger holen vier Kränze am Schaffhauser Kantonalschwingfest

Der Zürcher Teilverbandskranzer Shane Dändliker gewinnt das Schaffhauser Kantonalschwingfest in Wilchingen. Erfolgreich sind auch die Appenzeller Schwinger Naim Fejzaj, Werner Keller, Rico Ackermann und Raphael Zwyssig.

Thomas Mock
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Naim Fejzaj (unten) sicherte sich die beste Appenzeller Klassierung.

Naim Fejzaj (unten) sicherte sich die beste Appenzeller Klassierung.

Bild: Lorenz Reifler

Während die Nachwuchsschwinger ihre Wettkämpfe am Nordostschweizer Nachwuchsschwingertag bereits am Samstag austrugen, griffen die Aktivschwinger an gleicher Stätte am Sonntag am Schaffhauser Kantonalschwingfest in der Blauburgunderlandarena in Wilchingen zusammen. Die Appenzeller Delegation erkämpfte sich hierbei vier Kränze, welche teilweise mitentscheidend für die bevorstehende Selektion für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln sein dürften.

Als bester Appenzeller klassierte sich der Vorderländer Naim Fejzaj auf dem fünften Schlussrang. Nach etlichen Verletzungen und Rückschlägen konnte er wieder sein Potenzial abrufen. Auch sein Notenblatt liess sich am Abend des Wettkampfes sehen, verkörperten vier Siege und zwei Niederlagen seine Leistung. Zudem hatte er nur Duelle mit Kranzschwingern. Nach einer bis anhin eher schwierigen Saison mit nur einem Kranzgewinn am eigenen Kantonalschwingfest in Urnäsch dürfte dieser Erfolg Balsam auf seine Seele sein. Mit nunmehr zwei Kranzgewinnen werden auch für ihn die Selektionskriterien für den Saisonhöhepunkt erreicht sein. Ähnlich erging es dem Urnäscher Werner Keller, welcher bis anhin ebenfalls einzig mit dem Kranzgewinn in Urnäsch zu Buche stand. Nachdem er im entscheidenden Gang den Kranzschwinger Schudel Simon auf die gültige Seite drehen konnte, realisierte er ähnlich wie Fejzaj seinen zweiten Saisonkranz und somit wohl auch die nötige Selektionshürde.

Ackermann muss trotz Kranzerfolg zittern

Einen erfreulichen Wettkampf zeigte auch der aus Schönengrund stammende Rico Ackermann. Der wendige Sennenschwinger stieg im vergangenen Jahr zu den Kranzschwingern auf, konnte diesen Kranzgewinn bis anhin aber nicht bestätigen. In Wilchingen sollte dies anders sein. Mit vier Siegen, darunter gegen zwei Kranzschwinger, konnte er sich wohlverdient seinen zweiten Kranz seiner noch jungen Karriere sichern. Ob es für ihn nach Pratteln reicht, wird sich erst noch weisen. Seine Chancen hat er mit diesem Kranzerfolg allerdings in letzter Sekunde noch deutlich verbessert. Auch Raphael Zwyssig realisierte einen weiteren Kranzgewinn. Allerdings dürfte der Gaiser Eidgenosse wohl nicht gänzlich zufrieden sein mit seiner Leistung. Insgesamt dreimal ging es für ihn in den ersten vier Gängen über die gesamte Gangdauer, ohne dabei den Sieg zu verbuchen. So war der Kranz im Ausstich schon beinahe nicht mehr zu realisieren. Dank seiner zwei abschliessenden Maximalnoten und der vergleichsweise tiefen Kranzquote reichte es dem 35-jährigen Sennenschwinger dennoch in die angestrebten Kranzränge.

Auch Matthias Schläpfer und Daniel Oertle hätten im sechsten Gang durchaus noch Ambitionen für ihren ersten Saisonkranz haben können, deren Aufgabe zudem auch als machbar eingestuft werden konnte. Leider vermochten sie ihre Gegner nicht zu besiegen, weshalb im Endeffekt auch der Kranz ausser Reichweite geriet. Ähnlich erging es auch Lorenz Giger und Roman Kuh, welche ihre Chancen im alles entscheidenden Gang nicht nutzen konnten.

Dändliker feiert ersten Kranzfestsieg

Der Zürcher Teilverbandskranzer Shane Dändliker prägte das Schwingfest den ganzen Tag hindurch. Mit vier Maximalnoten in den ersten vier Gängen, darunter auch gegen Kranzrekordhalter Nöldi Forrer, liess er sich erst im fünften Gang gegen den St.Galler Lars Geisser zu einem Gestellten hinbewegen. Im Schlussgang war es dann aber wieder Dändliker, welcher seinen Kontrahenten, Janic Voggensberger, bereits in den ersten Sekunden auf den Rücken beförderte und so seinen ersten Kranzfestsieg realisieren konnte. Die Nordostschweizer hatten auch am Nordwestschweizer Teilverbandsfest einen Triumph zu bejubeln. Dem 19-jährigen Toggenburger Werner Schlegel reichte gegen den Co-Kilchbergsieger Fabian Staudenmann ein gestellter Schlussgang, um sich als alleiniger Festsieger feiern zu lassen. Nach drei Festsiegen auf Kantonalebene sicherte sich Schlegel nun erstmals einen Triumph auf Teilverbandsebene.

Ranglistenauszug:

1. Dändliker Shane, Feldbach

4a. Voggensberger Janic, Schönenbuch

5b. Fejzaj Naim, Wolfhalden

6c. Keller Werner, Urnäsch

6d. Ackermann Rico, Schönengrund

7a. Zwyssig Raphael, Gais (alle mit Kranz).