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Michael Bless lehrt Steiner Schüler das Schwing-Abc

Zwei Schulklassen haben sich in Projekttagen intensiv mit dem Schwingsport befasst. Sie sind gerüstet für das Appenzeller Kantonalschwingfest, das am Wochenende vom 6. und 7. Juli im Dorf stattfindet. Am Donnerstag gab es Besuch eines Eidgenossen.
Mea Mc Ghee
Michael Bless lehrt die Fünftklässler aus Stein einige Schwingtechniken. (Bild: Mea McGhee)

Michael Bless lehrt die Fünftklässler aus Stein einige Schwingtechniken. (Bild: Mea McGhee)

Je zwei Kinder fassen mit ihrer rechten Hand den Gurt der Schwingerhose ihres Gegners. «Auch mit dem Daumen zupacken», ruft Michael Bless, «so habt ihr mehr Kraft.» Der dreifache Eidgenosse hat in der Turnhalle Stein ein Heimspiel. Er ist im Dorf aufgewachsen, das am
7. Juli Austragungsort des Appenzeller Kantonalschwingfestes ist.

Schwingerhosen genäht

Auf dieses sportliche Ereignis haben sich die Zweitklässler von Blanca Schadegg und die Fünftklässler von Sarah Riesen speziell gut vorbereitet. Seit Mai setzten sie sich im Rahmen von Projekttagen mit dem Schwingsport auseinander. Sie nähten Schwingerhosen, und sie geben eine Schwingerzeitung heraus, die auch am Festtag verkauft wird. Seitens des Lehrerteams haben auch Fabienne Wick, Manuela Scherrer und Georgette Studerus geholfen.

Er trägt Schuhgrösse 50 und mit Stolz die Tracht

Höhepunkt der Projekttage ist der Besuch von Michael Bless. «Unter Schwingern sind wir per Du», sagt er schon bei der Begrüssung im Schulzimmer. «Nimmst du jeweils das Tier oder das Geld?», «welche Schuhgrösse hast du?», «trägst du einen Ohrschutz beim Schwingen?» – die Schülerinnen und Schüler haben zig Fragen. Er lasse das Tier meist beim Besitzer, einmal habe er ein Fohlen behalten, erzählt der 82-fache Kranzgewinner mit Schuhgrösse 50. «Ich schaue, dass ich oben liege. So bleiben die Ohren auch ohne Schutz unverletzt.» Ein Schüler weiss, dass man von Schwingeröhrli oder Blumenkohlohren spricht, wenn der Knorpel im Ohr Schaden nimmt.

Warum haben Schwinger einen breiten Hals?

Der siebenfache Festsieger vom Schwingclub Gais hat eine Präsentation vorbereitet. Im Schulzimmer erklärt er den Weg vom Hirten- zum Spitzensport, den Unterschied zwischen Sennen- und Turnerschwingern. Bless kniet, wie alle Sennenschwinger, in der Tracht vor die Ehrendame, wenn er den Kranz erhält. «Das Tragen der Tracht ist schön», sagt er. Auch wie die Schiedsrichter und das Einteilungsgericht arbeiten, ist ein Thema. Und das Training. Bis zu zehn Einheiten pro Woche absolvieren Schwinger vor dem Eidgenössischen Schwingfest, das alle drei Jahre stattfindet – diesen August in Zug. «Warum haben Schwinger einen breiten Hals?», will eine Schülerin wissen.

Bless zeigt den «Bärendruck»

Das erkläre er gleich beim Training in der Halle, sagt Michael Bless. Dort schlüpfen die Kinder in die Zwilchhosen. Nach dem Aufwärmen inklusive Kopfstand für den starken Nacken und die Brücke für die Verteidigung bei der Bodenarbeit, zeigt der Spitzenschwinger den «Bärendruck», einen einfachen Schwung aus dem Stand. Die Kinder greifen zusammen, üben eifrig, und bald liegen die ersten platt auf dem Rücken.

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